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Schnelles Internet auch in den Dörfern

Wennigsen/Gehrden/Ronnenberg Schnelles Internet auch in den Dörfern

Mehr Tempo im Internet – das soll es spätestens in zwei Jahren auch in den kleinen Orten geben. Mit finanzieller Unterstützung des Bundes und des Landes schiebt die Region Hannover den Breitbandausbau kräftig an. Davon profitieren im Calenberger Land voraussichtlich rund tausend Haushalte.

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Nun wird das Breitbandnetz in den unterversorgten Gebieten bald ausgebaut.

Quelle: Riedel

Wennigsen/Gehrden/Ronnenberg. Raus aus dem Tal der Ahnungslosen. Dieser Wunsch zahlreicher Einwohner in den Dörfern geht wohl bald in Erfüllung. Seit Jahren warten sie darauf, schnell im Internet surfen zu können, Dokumente, Fotos und Videos zügig herunterladen oder am Computer für Schule und Beruf effektiv arbeiten zu können.

Spätestens in zwei Jahren soll all das ohne Frust möglich sein. Mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde sind dann die Ronnenberger Stadtteile Linderte, Vörie, Ihme-Roloven, die Wennigser Ortschaften Waldkater, Argestorf, Steinkrug sowie im Bereich Gehrden teilweise auch  Ditterke und Northen am Netz, kündigt die Region Hannover an.

Diese Dörfer profitieren von dem Breitbandausbau, den die Region Hannover mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land vorantreibt. "Öffentliches Geld fließt in unterversorgte Gebiete", sagt Lennart Heise vom Fachbereich Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung. Nach seinen Angaben sind davon in Ronnenberg rund 660 Haushalte, in Wennigsen rund 270 Haushalte und in  Gehrden rund 45 Haushalte betroffen.

Investiert wird in jenen Bereichen, wo die Telekommunikationsunternehmen wegen einer geringen Zahl von Abnehmern nicht in eine schnelle Technik investieren wollen. In sechs bis acht Wochen, so Heise, erfolgt die Ausschreibung für den Breitbandausbau, den Vertragsabschluss erwartet der Experte im Januar 2017. "Der Vertrag verpflichtet die Unternehmen, den Ausbau bis Sommer 2018 abzuschließen", sagt Heise.

Ausgenommen von der Investition in schnelle Bandbreiten ist die Stadt Barsinghausen. "Dort ist die Erschließung der Kabelverzweiger mit Glasfaser abgeschlossen, so dass Haushalte, Unternehmen und Institutionen mit bis zu 100 Mbit/s versorgt werden können", teilt der Experte der Region mit. In der Deisterkommune investierten die Unternehmen Telekom, htp und Vodafone/Kabel Deutschland in eigene Infrastruktur, "teilweise bis zu 200 Mbit/s sind nutzbar", ergänzt Heise.

Wie sieht es in den Dörfern aus, die nicht von dem Ausbauprogramm profitieren?

In Barsinghausen gibt es zwei kleine unterversorgte Bereiche: Schacht IV-Straße in Eckerde sowie Kronskamp/Schortenbreite in Bantorf. Dort will die Telekom in den kommenden Monaten einen Eigenausbau mit bis zu 100 Mbit/s ohne Fördermittel vornehmen.

In Wennigsen sind Evestorf, Holtensen und Sorsum unterversorgt. "Hier hat die Telekom angekündigt, mit Eigenmitteln in den Ausbau zu investieren", sagt Lennart Heise.

In Gehrden warten Redderse, Leveste, Everloh und große Teile von Ditterke und Northen auf das schnelle Internet. In einem Vertrag mit dem Anbieter Northern Access wollen die Region Hannover und die Stadt Gehrden laut Heise genau festlegen, wann dort der Ausbau erfolgt. "In den kommenden Monaten sollen die Nutzer dort  auf über 30 Megabit kommen. Wir wollen uns aber über 50 Megabit bis 2017/2018 zusichern lassen", sagt der Experte.

In Ronnenberg sind fast alle Orte gut versorgt, Empelde etwa von der Telekom und Weetzen von Kabel Deutschland, meint Lennart Heise. In Ihme-Roloven, Linderte und Vörie sollen die vorhandenen Kabelverzweiger mit Glasfaser erschlossen werden. Für einzelne Gebäude wie etwa an der Kückenmühle oder am S-Bahn-Haltepunkt Linderte dämpft er die Erwartungen. Dort werden keine 50 Megabit erreicht. "Aber bis zu 20 Megabit sollen es nach dem Ausbau schon sein."

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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