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Schweigen verursacht eine Tragödie

Empelde Schweigen verursacht eine Tragödie

Das Drama "Frühlingserwachen" von Frank Wedekind hat schon 1891 für Kontroversen gesorgt. Mit "Spring Awakening" bringt die Theater- und Musical-AG der Marie-Curie-Schule das darauf basierende Musical um sexuelle Neugier, psychische Instabilität und gesellschaftliche Inakzeptanz auf die Bühne.

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Strenge Erziehungsmethoden: Der Lehrer (Jannik Fischer, von links) weist Moritz Stiefel (links, Sanne von der Fecht) und Melchior Gabor (Niklas Peters) zurecht.

Quelle: Carsten Fricke

Empelde. "Es ist schon ein schwieriger Stoff, weil es um Pubertät, ungewollte Schwangerschaft, Homosexualität, Suizid und Gewalt geht", sagt Kerstin Brocher-Schulz, die die Arbeitsgemeinschaft mit ihren Kolleginnen Ute Barchet und Barbara Kuschefski leitet. In der Inszenierung in zeitgemäßen Kostümen zeigen die Neunt- bis Zwölftklässler, wie ihre Altersgenossen vor mehr als 100 Jahren mit den Turbulenzen des Erwachsenwerdens konfrontiert, von den Erwachsenen mit ihren Fragen und Problemen aber allein gelassen werden.

"Die Hauptfigur Wendla bekommt keine Antwort auf ihre Frage, woher denn die Babys kommen", beschreibt Brocher-Schulz den Ausgangspunkt des Musicals von Duncan Sheik (Musik) und Steven Sater (Buch und Liedtexte). Durch dieses Schweigen der Älteren kommt es bei ihr und ihren Freunden zu verhängnisvollen Ereignissen und lebensgefährlichen Entscheidungen.

Rund 25 Seiten Text müsse sie für ihre Rolle lernen, schätzt Wendla-Darstellerin Jenny Rübling. Hinzu kommen etwa ein Dutzend Lieder, die sie und die anderen rund 30 Schüler auf der Bühne beherrschen müssen. "Das ist schon anstrengend, weil wir eine hohe Konzentration brauchen und die ganze Zeit auf die Premiere als Ziel fokussiert sein müssen", sagt die 18-Jährige bei der ersten Durchlaufprobe. "Aber es macht auch viel Spaß, und die Themen sind bis heute aktuell", ergänzt Finja Lehnhoff, die als Wendlas Mutter eine weitere wichtige Figur verkörpert.

Musikalisch werden die Darsteller und Sänger des achten Musicals der Gesamtschule erstmals von einer reinen Schülerband begleitet. Acht Schüler spielen die Musik des Tony- und Grammy-prämierten Stückes ein.

"Wir versuchen, den Charakter der damaligen Zeit einzufangen", betont Brocher-Schulz. "Doch wir haben bewusst auf komplexe Bühnenbilder verzichtet und schmückende Elemente weggelassen, weil wir den Text für sich wirken lassen wollten", erläutert sie.

Für ihre drei Aufführungen für alle Zuschauer sowie eine reine Schüleraufführung benötigen die Darsteller jedoch noch zusätzliche Kostüme, die zu der Zeit um 1900 passen. "Uns fehlen auf jeden Fall noch Herrenschuhe, auch in kleineren Größen", verrät Brocher-Schulz. "Falls also noch jemand etwas Passendes hat, kann er das gern in der Schule abgeben", sagt sie.

Die Premiere des Musicals "Spring Awakening" ist am Freitag, 10. Juni, um 19.30 Uhr in der Aula der Marie-Curie-Schule, Am Sportpark 1, zu sehen. Zwei weitere öffentliche Aufführungen zeigen die Schüler am Montag, 13. Juni, und Dienstag, 14. Juni, jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 7 Euro (ermäßigt 5 Euro).

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Von Carsten Fricke

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