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Rasanter Sport auf zwei Rädern

Empelde Rasanter Sport auf zwei Rädern

Der rasanteste Sport auf Rädern – so wirbt Hannover United für den Rollstuhl-Basketball. 24 Oberstufenschüler der Marie-Curie-Schule haben davon am Freitag bei einer Trainingseinheit mit den Zweitligaspielern Jan Sadler und Eike Gößling einen Eindruck erhalten.

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Die Oberstufenschüler des Sportkurses haben beim Training mit den Rollstuhl-Basketballern Eike Gößling und Jan Sadler sichtlich Spaß.

Quelle: Carsten Fricke

Empelde. „Man stellt sich da erst was Lahmes vor“, sagte Niklas (18). Nach den ersten Versuchen hatte sich diese Einschätzung bei ihm wie bei seinen Mitschülern vom Sportkurs Basketball komplett gewandelt. „Dieser Rollstuhl ist viel wendiger als ein normaler Rollstuhl“, meinte Pauline (19). „Die Steuerung ist schon verrückt“, befand Christopher (17). Es sei eine Herausforderung, den Rollstuhl zu bewegen, gleichzeitig auf den Ball zu achten, ihn zu führen und beim Werfen nicht aus dem Sitz aufzustehen. „Und es ist schon ungewohnt, von so weit unten zu werfen“, ergänzte Celine (17).

„Die Koordination ist sehr wichtig“, betonte Jan Sadler. So müssten sich die Schüler tatsächlich daran gewöhnen, nicht hochzuspringen, wenn sie den Ball bekommen oder werfen. „Doch man lernt es recht schnell“, fügte Eike Gößling hinzu. Der 22-Jährige ist nach einer Sportverletzung, durch die er nicht mehr Fußball spielen durfte, zum Rollstuhl-Basketball gekommen. Auch nach ausgeheilter Verletzung blieb er dabei. „Ich sehe keinen Sinn darin, eine andere Sportart zu wählen, weil es einfach Bock macht“, sagte er.

„Es ist einfach eine unglaublich attraktive Sportart, in der Menschen mit und ohne Behinderung zusammen spielen können“, erläuterte sein Teamkollege. Beiden Spielern war wichtig, den Spaß an ihrem Sport zu vermitteln und zugleich mit dem Vorurteil aufzuräumen, dass Menschen im Rollstuhl unbeweglich seien. Eine hohe Beweglichkeit zeigten auch die Schüler bereits nach wenigen Minuten. „Vom Rollstuhlhandling sind sie schon sehr weit“, befand Sadler. Dennoch hatten sie selbst in Zwölfer-Teams keine Chance gegen die beiden Zweitligaspieler. „Die beiden Profis werden sie plattmachen“, prognostizierte Sport-Fachbereichsleiterin Andrea Bolte. Sie sollte recht behalten.

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Von Carsten Fricke

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