Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Berufswahl erfordert Feingefühl

Ronnenberg/Empelde Berufswahl erfordert Feingefühl

Berufswünsche im Wandel der Zeit: Bei der zweiten Ronnenberger Ausbildungsmesse haben sich rund 250 Schüler in der KGS über mögliche Berufsbilder und Lehrstellen informiert. Ein neuer Trend: Das Image von Berufen spielt eine große Rolle. Vielen Jobs eilt ihr Ruf voraus.

Voriger Artikel
Lesung verbindet Flüchtlingskulturen
Nächster Artikel
Geldsegen für geplante Renovierung

Rundgang mit klaren Vorstellungen: Bei der zweiten Ronnenberger Ausbildungsmesse kommen rund 250 KGS-Schüler aus dem neunten und zehnten Jahrgang mit Firmen und Betrieben ins Gespräch.

Quelle: Ingo Rodriguez

Empelde. Rund 30 Ausbildungsbetriebe und mehr als 100 mögliche Berufsbilder: Die Wirtschaftsförderung der Stadt und die Marie-Curie-Schule hatten für die zweite Auflage der Ausbildungsmesse ein großes Angebot vorbereitet – darunter klassische Handwerksbetriebe, Einzelhandel, Polizei, Bundeswehr, Hotels, Pflegedienstleister, Goldschmiedekunst, Finanzamt und Hörgeräteakustiker.

Und schon kurz nach der Eröffnung der Messe „startklar!“ zeichneten sich in der Aula erste Trends ab: Während die Infostände der Polizei, der Sparkasse, des Naturkosmetikherstellers Laverana und der Steuerverwaltung dicht umzingelt waren, verbrachte Goldschmiedin Petra Wegner einen ruhigen Nachmittag. Auch bei Viktor Engelbrecht von Edeka in Ronnenberg war der Andrang überschaubar: „Das Interesse an Berufen im Einzelhandel geht zurück – wegen der langen Öffnungszeiten“, sagte er.

Der 16-jährige Detijon hatte sogar mehrere Bewerbungen mitgebracht: „Eine für die Ausbildung zum Bankkaufmann, und ich brauche Infos über den Einstellungstest der Polizei“, äußerte er klare Vorstellungen. Das war auch der guten Vorbereitung geschuldet. Um den rund 250 Neunt- und Zehntklässlern ihren Rundgang zu erleichtern, hatten ihnen die Lehrer Laufzettel mit auf den Weg gegeben. Eine Aufgabe: „Mindestens bei einem Betrieb Fragen stellen und sich über die Einstellungsvoraussetzungen informieren“, sagte der Schulsozialarbeiter Yves Reckers.

Die Jugendlichen gingen nacheinander in drei Gruppen über die Messe. „Ich bin aufgeregt“, sagte Aleyna, die sich wie viele Schüler schick gekleidet hatte. „Ich will KFZ-Mechatroniker werden, das kann ich auch bei der Bundeswehr machen“, sagte der 16-jährige Leutrin. Der 15-jährige Justin zeigte sich enttäuscht: „Es ist kein Stand mit Automobilkaufleuten dabei.“

Schulsozialarbeiter Reckers war nach etwa zwei Stunden zufrieden: „Es sind mehrere Bewerbungen abgegeben worden“, hatte er in Gesprächen erfahren. Kein Interesse zeigen Schüler aber an einer Gebäudereiniger-Ausbildung. „Dem Beruf eilt zu Unrecht ein schlechter Ruf voraus“, sagte Annika Bauer von der Handwerkskammer.

doc6saggyqsouvhed3jur

Fotostrecke Ronnenberg: Berufswahl erfordert Feingefühl

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6spach7nm1cxl9npk5w
Kinder haben viel Spaß am Backofen

Fotostrecke Ronnenberg: Kinder haben viel Spaß am Backofen