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Die Jugend soll eine Stimme bekommen

Ronnenberg Die Jugend soll eine Stimme bekommen

Die Jugendlichen der Stadt wollen mehr mitreden, zumindest wenn es um die Themen geht, die sie selbst betreffen. Das meint Julia Friederike Schulze, die die Idee zur Gründung eines Jugendparlamentes vorantreibt und für den kommenden Mittwoch zu einer Info-Veranstaltung eingeladen hat.

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Joshua Basaldua (v. l.), Julia Friederike Schulze und Giuseppe Colazilli wollen Jugendliche motivieren, ein eigenes Parlament zu gründen.

Quelle: Uwe Kranz

Ronnenberg. Die Idee kam der 17-Jährigen Schülerin der Marie-Curie-Schule bei der morgendlichen Zeitungslektüre. Ein Artikel über das seit Jahren etablierte  Jugendparlament in Wennigsen weckte in der 17-Jährigen den Wunsch, auch in Ronnenberg so etwas auf die Beine zu stellen. "Ich habe spontan bei der Bürgermeisterin angerufen und nachgefragt, ob wir das machen können", erzählt sie.

Das war Ende Juni. Inzwischen ist der Zug ins Rollen gekommen mit den beiden gleichaltrigen Schülern Joshua Basaldua und Giuseppe Colazilli hat sie zwei Mitstreiter von ihrer Schule begeistern können. "Julia hat uns vor zwei Monaten angesprochen. Wir wollen uns mit einbrigen", sagt Basaldua. Gemeinsam bereiten sie nun eine Info-Veranstaltung vor, zu der alle interessierten Jugendlichen aus dem gesamten Stadtgebiet eingeladen sind.

Bürgermeisterin Stephanie Harms, die sich in mehreren Treffen mit Schulze von der Ernsthaftigekeit der Initiative überzeugen konnte, ist von der Idee begeistert. "Wir werden die Gründung eines Jugendparlaments so weit es uns möglich ist, unterstützen", sagte sie. Der Erste Stadtrat Torsten Kölle äußerste sogar schon erste Erwartungen an das noch zu gründende Gremium. Bislang gebe es kaum Anfragen aus der Jugend an die Verwaltung, sagte er. "Möglicherweise kommt das jetzt durch das Jugendparlament auf uns zu."

Das sieht auch Schulze so. "Es wird Zeit, dass sich das ändert - dass die Jugendlichen eine starke eigene Stimme bekommen und mitbestimmen können", heißt es in der Einladung für die Info-Veranstaltung. Im Jugendparlament soll es aber nicht so trocken zugehen, wie man es aus dem Bundestag kennt, meint die Initiatorin: "Neben der Mitbestimmung natürlich der Spaß im Vordergrund."

Konkrete Themen für das neue Parlament kann Schulze bislang kaum benennen. Wenn die Jugendvertretung seine Arbeit aufnimmt, müsse man zunächst "sehen, was sich die Jugendlichen wünschen. Das werden wir dann dem Rat vortragen", sagt die 17-Jährige entschlossen.

Startschuss für das Jugendparlament

Für die Bildung einer Interessenvertretung für Jugendliche gibt es keine Vorgaben. Schulze orientiert sich am Jugendparlament in Wennigsen und plant, neben einem Vorsitzenden, einem Stellvertreter und einem Kassenwart noch zwei weitere Mitglieder wählen zu lassen. Zunächst müssten nun genügend Freiwillige gefunden werden, die mitmachen wollen, so die Initiatorin.

Wählen dürfen alle Jugendlichen im Alter von 13 bis 19 Jahren. Das ist auch der Personenkreis, der sich für eine Wahl als Kandidaten aufstellen lassen kann. Bei der Info-Veranstaltung am Mittwoch, 7. Dezember, um 15.45 Uhr im Raum E1-002 der Marie-Curie Schule in Empelde geht es zunächst um die Information der Jugendlichen und darum die Bereitschaft zur Mitarbeit abzufragen. "Gemeinsam haben wir die Chance der Jugend durch das Parlament eine kräftige Stimme zu geben. Dafür brauchen wir dich!", heißt es in der Einladung.

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