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Schulleiter Hellberg geht in den Ruhestand

Ronnenberg Schulleiter Hellberg geht in den Ruhestand

Nach zehn Jahren ist Schluss: Frank Hellberg, Leiter der Marie-Curie-Schule, hat das Pensionsalter erreicht. Zum Ende des Halbjahres verlässt er die Einrichtung. Auch die Leiterin des Gymnasialzweiges, Rita Alex, ist dann die Zeit an der KGS zu Ende.

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Schulleiter Frank Hellberg auf dem Balkon der KGS, die er zum Ende des Halbjahres verlassen wird.

Quelle: Uwe Kranz

Empelde.  Für Frank Hellberg ist es ein Job, den er gerne macht. Deshalb fällt es dem Schulleiter der Marie-Curie-Schule auch nicht ganz leicht, seinen Posten zum Ende des Schulhalbjahres aufzugeben. Mit erreichen des Pensionsalters wechselt er dann in den Ruhestand. Auch für die Leiterin des Gymnasialzweiges, Rita Alex, geht die Zeit an der KGS Empelde Ende Januar 2018 zu Ende.

Hellberg sieht seinen Wechsel in eine neue Lebensphase „ambivalent“. Immer wieder sei auch Wehmut bei dem Gedanken dabei, dass er den Posten nun bald abgeben müsse, erklärt er. „Die Belastungen sind aber auch sehr hoch. Wenn man das unter Vollspeed erledigen will, sind zehn Jahre auch genug“, sagt er. Diese Zeitspanne reiche aber durchaus aus, um Schule gestalten und in ihr etwas bewegen zu könnnen.

Dieses Einwirken auf die Schule teilt Hellberg in vier Sektoren ein. Im Bereich Unterrichtsentwicklung hat der Schulleiter viele Projekte – teilweise mithilfe externer Beratung – zu den Themen selbstständiges Lernen, Teamarbeit und Lernmethodik initiiert. Dazu wurde an der KGS eine Feedback-Kultur angestoßen, von der inzwischen etwa 80 Prozent der Lehrer Gebrauch machen. Dabei können Schüler über Rückmeldebögen den Unterricht beurteilen. 

Ein großes Kran vor dem Fenster seines Büros prägte die Phase der Umbauten von 2010 bis 2015. „Das war eine Operation am offenen Herzen“, schildert der Rektor. Trotz des großen Arbeitsauswandes habe die Koopereation mit der Stadt und den Architekten sehr gut funktioniert. „Wir konnten viel prägen und gestalten“, sagt Hellberg. „Es hat sich gelohnt.“

Ein weiterer Umbau ist die Entwicklung des Ganztagsangebotes von einem offenen zum einem teilgebundenen Konzept an zwei Wochentagen. Die Schwierigkeit liegt hier vor allem darin, genügend geeignete Wahlangebote für die Schüler bereit zu halten. „In diesem Bereich bin ich aber nicht so viel beteiligt“, räumt Hellberg offen ein. 

Dafür hat der Schulleiter mit einem Schulprogramm auch schon einige Weichen für die Zukunft der KGS gestellt. Dazu mussten zunächst die grundlegenden Fragen beantwortet werden: Wo stehen wir?, Wohin wollen wir? und Was sind die erforderlichen Schritte?, zählt Hellberg auf. Danach wurde ein Schulprofil erstellt, in dem vor allem herausgearbeitet werden sollte, wo die Stärken der KGS angesiedelt sind. 

Einen Trumpf verliert die Marie-Curie-Schule in wenigen Wochen, wenn der beliebte Schulleiter mit Engagement und Weitsicht auch über die Grenzen der eigenen Einrichtung hinaus seinen Stuhl räumt. Die gewonnene Freizeit will Hellberg dann dazu nutzen, besser kochen zu lernen. Hinzu komme das Übliche: mehr Zeit für den Garten, die drei Enkel, zum Lesen und für ehrenamtliche Tätigkeiten, sagt er. Einiges müsse sich auch erst noch herauskristallisieren. 

Sein Nachfolger zeichnet sich indes schon klarer ab: Kay Warneke ist bislang Hellbergs Stellvertreter und nach durchlaufen des Verfahrens einziger verbliebener Bewerber. Bis zu der Übergabe der Verantwortung, die für Montag, 29. Januar, geplant ist,  muss allerdings noch die Schulbehörde grünes Licht geben. 

Von Uwe Kranz

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