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Landfrauen stellen sich der Verantwortung

Calenberger Land Landfrauen stellen sich der Verantwortung

70 Jahre gibt es den 400 Mitglieder starken Landfrauenverein Gehrden-Ronnenberg-Hemmingen und Wennigsen. Das wurde jetzt kräftig gefeiert. Die beiden Vorsitzenden Petra Grefe und Ulrike Wissel-Baumgarte begrüßten 220 Landfrauen und Gäste wie die Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth.

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Der Landfrauenverein Gehrden-Ronnenberg-Hemmingen und Wennigsen feiert mit einem gelungenen Abend den 70. Geburtstag.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Pattensen. Zu den ersten Gratulanten gehörte im Pattenser Ratskeller neben den stellvertretenden Bürgermeisterinnen Eva Kiene-Stengel (Gehrden), Dorothea Pein (Ronnenberg), Doris Linkhof (Hemmingen) und Marianne Kügler (Wennigsen) auch die stellvertretende Vorsitzende des niedersächsischen Landfrauenverbandes, Heike Schnepel. „Es gehört eine Menge Energie, Ideen und Arbeit dazu, wenn ein Verein auch nach so vielen  Jahren noch attraktiv ist", sagte sie. "Aber vor allem gehören Frauen dazu - Landfrauen, die sich dem Ehrenamt und der Verantwortung stellen und die Vereinsgeschicke in die Hand nehmen.“

Sie alle seien Mitglieder einer großen Bewegung: 500 000 Landfrauen gebe es deutschlandweit, davon 100 000 allein in Niedersachsen - aufgeteilt auf zwei Verbände. „Gemeinsam können wir viel bewegen“, fügte Schnepel hinzu. Im Mittelpunkt der Aktivitäten des 1946 mit 60 Mitgliedern im Ronnenberger Gasthaus Eckel gegründeten Vereine steht laut Grefe auch heute noch die Bildung der Frauen im ländlichen Raum. „Dabei handelt es sich bei den meisten der 400 Mitglieder nicht mehr um Frauen, die im landwirtschaftlichen Bereich tätig sind, sondern um auf dem Land lebende Frauen aus allen beruflichen Bereichen", erklärte die Vorsitzende. "Wir haben uns ständig weiterentwickelt und sind mit der Zeit gegangen.“

Entsprechend habe sich auch das Angebot der Vorträge und Seminare geändert. Nicht mehr die Produktion landwirtschaftlicher Güter stehe im Mittelpunkt, sondern Bildung über den ländlichen Horizont hinaus. Vorträge mit Themen aus der Gesellschafts- und Sozialpolitik, Kultur und Gesundheit sowie informative Reiseberichte haben die Landfrauen heute auf ihrem Programm. Sie machen durch Informationsstände, Kochen für Kinder, Flüchtlinge und Migranten sowie  Gartensträußeverkauf auf sich aufmerksam.   

Die Geburtstagsfeier, die die Akkordeonspielerin Waltraud Albrecht-Uden aus Langenhagen mit einer musikalischen Zeitreise aus den einzelnen Jahrzehnten untermalte, endete nach vier Stunden mit einer großen Tombola mit rund 500 attraktiven Preisen. Der Erlös geht je zur Hälfte an das Hospiz Löwenherz in Syke und an die Gruppe Kochen mit Kindern des Kreisverbandes in Hannover. Und Grefe schloss den Abend mit einem Blick nach vorne ab: "Für die Zukunft wünschen wir uns bessere Rahmenbedingungen, um Familie, Beruf und ehrenamtliches Engagement besser vereinbaren zu können“, sagte die Vorsitzende.

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Von Heidi Rabenhorst

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