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Mit dem Gutschein zum Dienstleister

Empelde Mit dem Gutschein zum Dienstleister

Ungewohnter Besuch für den Senioren- und Pflegestützpunkt Calenberger Land der Region Hannover: Mit Sun-Ae Kwon und Yu-Mi Jang waren zwei Professorinnen von der südkoreanischen Changshin University zu Gast.

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Miriah Lee (von links) übersetzt für Sun-Ae Kwon und Yu-Mi Jang. Auch Silke Priebe vom Team Hilfe zur Pflege der Region Hannover, Oliver Eß von der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Hannover sowie Stützpunktleiterin Simone Junggebauer waren beim Gespräch dabei.

Quelle: Hartung

Empelde. Das große Plakat mit der Aufschrift "Herzlich Willkommen" fiel ihnen sofort ins Auge: "Das haben wir schon bei uns im Hotel gesehen", sagte Sun-Ae Kwon. Zusammen mit Yu-Mi Jang informierte sie sich über die auch in ihrer Heimat aktuellen Themen wie Pflege und alternde Gesellschaft. Als Dolmetscherin des Gesprächs und Gedankenaustauschs im Senioren- und Pflegestützpunkt in Empelde, der hinsichtlich Beratung und Pflege für das komplette Calenberger Land sowie für Springe, Hemmingen, Pattensen und Laatzen zuständig ist, fungierte Miriah Lee.

Und was während des rund 90-minütigen Gesprächs deutlich wurde: Beide Seiten konnten voneinander lernen und waren teilweise überrascht, wie in dem jeweils anderen Land die Schwerpunkte bei der Pflege gesetzt werden. "Wir sind erstaunt, wie im deutschen System darauf geachtet wird, dass die Personen möglichst lange im heimischen Umfeld bleiben - und dass Geld gezahlt wird, bei uns herrscht Sorge vor Missbrauch“", ließ Yu-Mi Jang übersetzen. In Südkorea erhalten dagegen die zu pflegenden Personen Gutscheine, um bei bestimmten Dienstleisters vor Ort deren Angebot in Anspruch nehmen zu können. "Das ist interessant. Es würde aber bei uns gar nicht funktionieren, da es wegen des Fachkräftemangels gar nicht genug Anbieter gibt", sagte Silke Priebe, Leiterin des Teams Hilfe zur Pflege der Region Hannover.

Die beiden Professorinnen gehören einer Delegation an, die aus der im tiefen Süden von Südkorea gelegenen Stadt Changwon stammen. Für rund zehn Tage waren sie in Hannover, hielten Vorträge an der Hochschule Hannover, lernten die Fachbereiche Senioren und Migration der Stadtverwaltung kennen und besuchten das Regierungsviertel in Berlin. Die Einladung erfolgte über die Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Hannover.

Von Stephan Hartung

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