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SoVD erlebt unerwarteten Boom

Ronnenberg SoVD erlebt unerwarteten Boom

Unerwartete Entwicklung: Der Sozialverband Deutschland (SoVD) erlebt in Ronnenberg einen überraschenden Boom. Das hat die SoVD-Ortsverbandsvorsitzende Herta Meyer bei einem Festakt anlässlich des 70-jährigen Bestehens hervorgehoben. Zu der Feier im Gemeinschaftshaus waren rund 180 Mitglieder und Ehrengäste gekommen.

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Jubiläumsfeier: Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms (Dritte von links) überbringt dem Vorstand des SoVD-Ortsverbandes vor dem Festakt im Gemeinschaftshaus ihre Glückwünsche zum 70-jährigen Bestehen. Die Mitglieder und Ehrengäste unterhalten sich zwischen den Programmpunkten (siehe Bildergalerie) oder informieren sich an den Stellwänden vor dem Saal über die Geschichte und Chronik. Für eine Tombola haben die Organisatoren aus dem Vorstandsteam von Geschäftsleuten und Vereinen rund 200 Preise als Spenden erhalten.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ronnenberg. Überalterung? Vakante Vorstandsposten? Auflösungserscheinungen wegen fehlender ehrenamtlicher Funktionäre? Anders als bei vielen kleinen Ortsvereinen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) oder des SoVD ist davon in Ronnenberg nichts zu spüren. Im Gegenteil: „Unser Mitgliederbestand hat sich in den vergangenen zehn Jahren sehr gut entwickelt“, sagte die SoVD-Ortsverbandsvorsitzende Meyer zu Beginn ihrer Ansprache. Und es ging ein Raunen durch den Saal, als sie von „zurzeit genau 741 Mitgliedern“ berichtete.

Grund für die explosionsartige Zunahme ist jedoch auch der Negativtrend in benachbarten Ortsverbänden. Schon 2006 war der Standort Weetzen wegen fehlender ehrenamtlicher Funktionäre aufgelöst und an Ronnenberg angegliedert worden. „Seit dem 1. Juli sind uns rund 300 Mitglieder des aufgelösten Gehrdener SoVD übertragen worden“, berichtete Meyer. Sie steht nun erneut vor einer Mammutaufgabe: Die neuen Senioren in die Ronnenberger SoVD-Gemeinschaft zu integrieren. „Einige sind schon bei unseren Aktionen mit dabei, es entwickelt sich langsam“, hatte Meyer vor der Veranstaltung erzählt.

Gleichwohl: Bereits vor dem Gehrdener Zustrom hatte im Februar Hans-Friedrich Wulkopf aus dem Vorstand des Kreisverbandes Hannover-Land den Ortsverband Ronnenberg als einen der größten Sozialverbände in ganz Niedersachsen gewürdigt – nun also wieder ein neuer Zuwachs.

Grund für den auch ansonsten spürbaren Mitgliederaufschwung sind laut Meyer aber auch die Angebote des früheren Reichsbundes. „Der SoVD berät seine Mitglieder in den Bereichen Rente, Pflege, Behinderungen, Hartz IV, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Dazu vertritt der Sozialverband die Mitglieder bei Behörden, vor Sozialgerichten und gegenüber der Politik“, sagt Meyer. Jährlich werden laut Meyer durch die SoVD-Beratungszentren mehrere Millionen Euro an Nachzahlungen erstritten.

Speziell in Ronnenberg ist es aber offenbar auch das gemeinsame Freizeitprogramm, das sich bei den Mitgliedern großer Beliebtheit erfreut: Tagesfahrten, Urlaubsreisen, Sommerfeste, Spielnachmittage, Weihnachtsfeiern, Frauengruppe, Fahrradgruppe. „Im SoVD muss niemand einsam sein“, betonte Meyer – und erhielt lauten Applaus. Auch Bürgermeisterin Stephanie Harms würdigte beim Besuch der Jubiläumsfeier die Leistungen des SoVD: „Sie sorgen dafür, dass wir in Ronnenberg gemeinsam alt werden dürfen“, sagte Harms.

Für das anschließende Fest hatte der Vorstand seit August auch an einem hochkarätigen Programm gearbeitet – mit Gesang, Vorführungen, Kaffeetafel, einem großen Büfett und einer Tombola, für die Geschäftsleute und Vereine rund 200 Preise gespendet hatten. Auf Stelltafeln hatten die Organisatoren zudem die Geschichte und Entwicklung in den vergangenen 70 Jahren dokumentiert. Der Ortsverband war am 1. November 1946 unter dem Namen Sozialverband Reichsbund mit dem Vorsitzenden Ernst Hähnsen gegründet worden – unter dem Dach einer 1917 von Kriegsopfern und Hinterbliebenen gegründeten Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung.

An die Anfänge erinnerte der Ehrenvorsitzende der Siedlergemeinschaft Ronnenberg, Rudolf Schramm. „Wir müssen zusammenstehen, um Schwächeren und Armen wieder auf die Beine zu helfen“, so habe 1946 auch in Ronnenberg bei der Gründung die Vorgabe gelautet.

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