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Spielplatzbericht hat alle Altersgruppen im Visier

Ronnenberg Spielplatzbericht hat alle Altersgruppen im Visier

Mit der zweiten Fortschreibung ihres Kinderspielplatzberichtes hat die Stadt Ronnenberg einen aktualisierten Überblick über die Spielflächenangebote in den einzelnen Stadtteilen vorgelegt. Die Gesamtbetrachtung fällt dabei positiv aus. Nur ein Spielplatz wird mit unzureichend bewertet.

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Der Spielplatz Im Goldfeld steht mittelfristig zur Umgestaltung an.

Quelle: Uwe Kranz

Ronnenberg. Erstmals nahm die Verwaltung 2003 den Zustand der Spielflächen im Stadtgebiet in Augenschein und legte einen ersten Überblick vor. Nach 2009 wurde dieser nun zum zweiten Mal aktualisiert. Da die Freiflächen in den Ortslagen nur begrenzt zur Verfügung stehen, sollen die vorhandenen Plätze bestmöglich gestaltet, beziehungsweise erweitert oder umgenutzt werden, heißt es in dem Programm. Im Fokus des Berichtes stehen deshalb auch die Schaffung und der Ausbau von sogenannten Quartiersplätzen. Im aktuellen Haushalt sind für die Maßnahmen des Programms 100 000 Euro vorgesehen, zuzüglich 61 000 Euro Übertrag aus dem vergangenen Jahr.

Zur Aufstellung einer Bedarfsanalyse sei unter anderem beobachtet und Bewertet worden, wie die jeweiligen Spielplätze angenommen werden, wie sie ausgerüstet sind und wie die demographische Entwicklung im Umfeld ist, erklärte Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter der Stadt, der den Bericht derzeit in den einzelnen Ortsräten vorstellt. Dabei sind die einzelnen Ortsteile unterschiedlich betroffen. In Ihme-Roloven bespielsweise sieht Bürgermeister Hans-Hermann Fricke keinen akuten Handlungsbedarf. "Wir sind mit unserem Spielplatz sehr gut ausgerüstet", sagte er. Zudem sei die Fläche zwischen Sportplatz, Sporthalle und Dorfgemeinschaftshaus mit Nutzungsansprüchen verschiedener Gruppen "das beste Beispiel für einen Quartiersplatz", wie Zehler erklärt. In Benthe sind für einen solchen Platz die Verhältnisse Am Hammfeld viel versprechend.

Ortsbürgermeister Rüdiger Wilke sieht den Quartiersplatz in Weetzen in dem Bereich rund um die neue Krippe an der Bröhnstraße. Ortsratsmitglied Thomas Bensch wünscht sich an dieser Stelle allerdings ein verbessertes Angebot für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Mit bedarfsorientierten Umgestaltungen sollte "das bestehende Angebot akzentuiert" werden, meinte Zehler. Dabei sollen insbesondere Erholungsmöglichkeiten für Kinder - in zunehmendem Maße aber  auch Angebote für Jugendliche und Erwachsene - geschaffen werden, heißt es im Kinderspielplatzbericht.

Die Erfolge der beiden ersten Berichte finden sich in der Einzelbewertung der Spielplätze und Schulhöfe im Stadtgebiet wieder. Lediglich der Spielplatz an der Köselstraße in Empelde wird als unzureichend eingestuft. Sieben Flächen landen in der Kategorie mäßig, mit sehr gut odr gut werden 17 der insgesamt 30 Spielplätze bewertet. Bei vier Plätzen sieht die Stadt einen hohen Handlungsbedarf. Die betrifft die die Objrekte am Nelkenweg, an der Robert-Koch-Straße II und an der Köselstraße in Empelde sowie am Tulpenweg in Ronnenberg. Die Schulhöfe schneiden noch besser ab, hier sehen die Verwaltungsmitarbeiter lediglich bei der Marie-Curie-Schule in Ronnenberg und der Grundschule in Empelde mittleren Handlungsbedarf.

Die Ortsräte in Benthe, Weetzen und Ihme-Roloven stimmten den Bericht einstimmig zu. Als letzter Ortsrat berät das Linderter Gremium am Montag, 25. April, über das Programm.

Es gibt mehr Kinder in Ronnenberg

Zum Kinderspielplatzbericht gehört auch ein Blick auf die Entwicklung der Kinderzahlen in den Ortsteilen. Seit dem letzten bericht 2009 ist die Anzahl der Kinder bis 14 Jahre im Stadtgebiet von 3163 auf 3349 um 186 leicht gestiegen. Doch nicht alle Ortsteile können sind über zahlreichen Nachwuchs freuen. Die meisten Kinder wohnen auch weiterhin in Empelde, mit 1497 nocheinmal 72 mehr als 2009. Ronnenberg erfreut sich mit 958 über 24 Kinder mehr. Gestiegen sind auch die Zahlen in Weetzen (um 42 auf 345), Benthe (um 53 auf 296) und Linderte (um 40 auf 109). Rückläufig sind dagegen die Kinderzahlen in Ihme-Roloven (um 21 auf 126) und Vörie (um 24 auf 18). Dabei weist die Statistik in Vörie kein Kind im Alter von 0 bis 6 Jahren mehr aus.

Keine Maßnahmen in Vörie und Linderte

Auch konkrete Maßnahmen sind im Kinderspielplatzbericht aufgeführt und zu einem Entwicklungskonzept zusammengefasst. In den Ortsteilen Linderte und Vörie sieht die Verwaltung demnach keinen Handlungsbedarf. Vorgeschlagen werden an den Spielplätzen in Empelde: Agricolastraße, Aufwertung durch zusätzliches Spielgerät (2017/Kosten: 6000 Euro), Am Wischacker, Umgestaltung zum Quartiersplatz (2017 und 2018/145.000 Euro), Nelkenwe, Aufwertung durch zusätzliches Spielgerät (2017/10.000 Euro), Grundlegende Neugestaltung (2020/50.000 Euro), Robert-Koch-Straße II, Umgestaltung (2019/50.000 Euro), Köselstraße, Umgestaltung zur Grünfläche ohne Spielgeräte (mittel- bis langfritstig). Ronnenberg: Tulpenweg, Umgestaltung (2018/50.000 Euro), Am Hirtenbach (Umgestaltung zur Grünfläche (mittel- bis langfristig), Im Goldfeld, Umgestaltung/Aufwertung mit neuen Spielangeboten (2021/50.000 Euro). Weetzen: Bröhnstraße, Neugestaltung Kleinkind- und Sandspielbereich (2019/20.000 Euro), Anton-Bruckner-Straße Umgestaltung/Aufwertung mit neuen Spielangeboten (2021/50.000 Euro). Benthe: Am Hammfeld, bei Bedarf Ausbau zum Quartiersplatz (mittel- bis langfristig). Ihme-Roloven: Hannoversche Straße bei Bedarf Ausbau zum Quartiersplatz (mittel- bis langfristig). 

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