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Kritik am Essen ist verstummt

Ronnenberg Kritik am Essen ist verstummt

Die Stadt Ronnenberg liegen keine weiteren Beschwerden über das Kinderessen vor, das seit Anfang September an Kitas und Horte von einem Caterer angeliefert wird. In den ersten Tagen hatten einige Eltern die Qualität bemängelt.

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Jannis schmeckt die Kartoffelsuppe, die ihm in der Kita serviert wird.

Quelle: Georg Wendt

Ronnenberg. Nudeln mit roter Soße? Wenn es nach den Kindern geht, könnte es dieses Mittagessen vermutlich häufig geben. In den städtischen Kitas und Horten kommen täglich unterschiedliche Mahlzeiten auf den Tisch, die vom Caterer Sodexo nach anerkannten Qualitätsstandards zubereitet werden (siehe unten). Seit 7. September liefert Sodexo fünfmal pro Woche jeweils 750 Portionen für Ronnenbergs Kinder.

Anfangs gab es Beschwerden von einigen Eltern, die das Essen als nicht kindgerecht bezeichneten. Die Kritik sei schnell verstummt, sagt der Erste Stadtrat Torsten Kölle. Trotzdem habe er den Regionaldirektor von Sodexo für Anfang November in die Dienstbesprechung der Kitaleiterinnen eingeladen, sagt Kölle. Immerhin geht es um ein Auftragsvolumen von 2,2 Millionen Euro, das die Stadt nach einer Ausschreibung für vier Jahre an das Unternehmen vergeben hat.

Gudrun Kujawa, langjährige Leiterin der Kita Hirtenstraße in Empelde, bezeichnet das Essen als geschmacklich und qualitativ gut. Der Speiseplan enthält Fischfrikadellen mit Kartoffelpürree und Erbsen, Grießbrei mit Kirschkompott und rohes Gemüse zum Knabbern genauso wie Hühnerfrikassee mit Reis oder Linsensuppe, aber auch die beliebten Nudeln. Anfangsschwierigkeiten wie etwa zu grob geschnittenes Gemüse, das kleine Kinder nicht essen konnten, seien ausgeräumt. „Wir haben viel mit dem Koch gesprochen.“ Es gebe immer etwas zu mäkeln, sagt Kujawa. Das sei bei früheren Zulieferern und auch bei den Mahlzeiten aus der stadteigenen Küche der Fall gewesen. Diese wurde im Juli aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Den Geschmack aller Kinder zu treffen, sei nicht so einfach, ergänzt der städtische Teamleiter Thomas Marhenke.

Das Kinderessen liegt auch Ronnenbergs Grünen am Herzen. Angesichts der Kritik an Sodexo wiederholt die Partei ihren Vorschlag aus dem Frühjahr, die Mahlzeiten aus der neuen Großküche des Klinikums Region Hannover (KRH) liefern zu lassen. Der Betreiber, die KRH-Servicegesellschaft, hatte sich bei der Ausschreibung aber nicht beworben, sagt der Erste Stadtrat.

Experten raten: Täglich Obst und Gemüse auf den Tisch bringen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat Qualitätsstandards für ein ausgewogenes Verpflegungsangebot für Kinder in Kitas und Horten erarbeitet. Diese Richtlinien einzuhalten hat sich die Stadt Ronnenberg gegenüber den Eltern verpflichtet. Ein Vier-Wochen-Speiseplan der DGE sieht für das Mittagessen 20-mal Getreideprodukte und Kartoffeln, davon mindestens viermal Vollkornerzeugnisse sowie maximal viermal Pommes frites oder Kartoffelfertigprodukte vor. Obst und Gemüse sollen täglich auf den Tisch kommen, davon mindestens jeweils achtmal als Rohkost. Milch und Milchprodukte sind ebenfalls achtmal vorgesehen. Die Ernährungsexperten empfehlen maximal achtmal Fleisch, und Wurst, möglichst fettarm, und mindestens viermal Seefisch in den Kinderessen. Als Getränk wird klares Wasser empfohlen.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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