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70 Flüchtlinge in vier Wochen

Ronnenberg 70 Flüchtlinge in vier Wochen

Bis Ende Dezember muss die Stadt Ronnenberg 70 Flüchtlinge mehr unterbringen als geplant. Nun sind die Wohnmöglichkeiten ausgeschöpft. Die Verwaltung quartiert die Asylsuchenden sogar in Wohnwagen ein.

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In die frühere Schule in Linderte ziehen Flüchtlinge ein. Die Stadt hat dort vier Wohnungen angemietet.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. Bis Donnerstag ist Ronnenbergs Erster Stadtrat Torsten Kölle davon ausgegangen, dass die Verwaltung gut vorgearbeitet hat. "Wir dachten, wir haben die Lage im Griff. Nun sind alle Wohnmöglichkeiten für Flüchtlinge auf einen Schlag weg", sagt Kölle. Die Region Hannover hatte der Stadt mitgeteilt, dass die Kommune die für Januar errechnete Quote bereits im Dezember erfüllen muss - insgesamt 106 Personen. Für 70 von ihnen muss die Verwaltung nun auf Wohnraum zurückgreifen, den sie für einen späteren Zeitraum eingeplant hatte. Bisher sind 44 bis 50 Flüchtlinge pro Monat in Ronnenberg angekommen.

Er sei heilfroh, dass "wir die Flüchtlinge unterbringen können. Noch reichen die Betten", meint Kölle. Im ehemaligen Hotel Felsenburg in Ronnenberg, das die Stadt gekauft hat, ziehen 24 Personen ein. Dann sind dort alle Plätze belegt. 18 bis 20 Asylsuchende kommen in zehn Wohnwagen unter, die bei einem Händler eingekauft wurden un nun am Freibad in Empelde platziert sind. In einem städtischen Gebäude an der Hansastraße und dem von der Stadt erworbenen Gasthaus Lüerßen in Weetzen sollen jeweils 20 Flüchtlinge einziehen. Vier Wohnungen hat die Stadt im ehemaligen Schulgebäude in Linderte angemietet. "Zwei sind bereits bezugsfertig", sagt Kölle. Dort ziehen im Dezember ebenfalls Flüchtlinge ein. Damit seien innerhalb eines Monats alle verfügbaren Betten belegt.

Anfang dieser Woche lebten 259 Asylbewerber, darunter 50 Kinder bis zehn Jahre, im Stadtgebiet. 113 sind in angemieteten Wohnungen, 29 in städtischen Quartieren und 117 in Wohnheimen untergebracht worden. Die Mehrzahl von ihnen, 65, stammen aus Syrien, weitere 36 aus dem Irak, 30 aus Albanien, 21 aus Montenegro, 12 aus Serbien und 13 aus Sudan. Als unsichere Herkunftsländer gelten Syrien, Irak, Iran und Eritrea. Menschen aus diesen Staaten haben in Deutschland ein Recht auf Asyl.

100 Flüchtlinge im neuen Wohnheim

Die Stadt Hannover belegt das neu errichtete Wohnheim an der Stadtgrenze zu Empelde im Dezember mit 100 Flüchtlingen. Das Gebäude an der Hermann-Ehlers-Allee kann am Montag, 30. November, von 16 bis 18 Uhr besichtigt werden.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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