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Starthilfe für Einstieg in Arbeitsmarkt

Empelde Starthilfe für Einstieg in Arbeitsmarkt

Integration in mehreren Abschnitten: Die Stadt Ronnenberg läutet die nächste Phase ihres Konzepts zur gesellschaftlichen Eingliederung von Asylbewerbern ein. Gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten sollen Flüchtlingen den Einstieg in das Erwerbsleben erleichtern.

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Starthilfe für den Einstieg in den Arbeitsmarkt: Peter Grüneberg (von links), Adam Cikoric, Mohamed Said Adra und Erisa Barjamaj unterzeichen die Vereinbarungen für die gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten.

Quelle: Ingo Rodriguez

Empelde. Die Reihenfolge der Stadt für die Integration von Zuwanderern aus Krisengebieten ist unstrittig: Zuerst angemessene Unterkünfte, dann Deutschkurse und anschließend Starthilfe für den Weg in den Arbeitsmarkt. „Wir können für einige Asylbewerber den nächsten Schritt einleiten“, sagt Peter Grüneberg vom städtischen Team Sozialleistungen.

Im Rathaus in Empelde haben jetzt die ersten drei Flüchtlinge mit Grüneberg die Vereinbarung für eine gemeinnützige Arbeitgelegenheit unterzeichnet. Die Stadt hat für drei bereits gut Deutsch sprechenden Flüchtlinge jeweils eine Beschäftigung im Sinne des Asylbewerberleistungsgesetzes geschaffen: Der 19-jährige Friseur Adam Cikorić aus Montenegro wird im Bauhof zur Unterstützung der Grünpflege eingesetzt, der 61-jährige Mohamed Said Adra aus Syrien wird im Freibad Pflegearbeiten erledigen, und die 23-jährige Erisa Barjamaj aus Albanien wird als Integrationslotsin bei der Betreuung von Flüchtlingen helfen.

Alle Beschäftigungen beginnen am 1. Juni und umfassen vier Arbeitsstunden pro Werktag. „Für die Tätigkeiten gibt es eine Aufwandsentschädigung von 1,05 Euro pro Stunde“, sagt Grüneberg. Für alle Arbeitsgelegenheiten gilt: Wenn eine reguläre Arbeitserlaubnis vorliegt, ist auch die Aufnahme einer entsprechenden Tätigkeit möglich.

Grüneberg hat als früherer sogenannter Arbeitsplatzanbahner bei der Stadt schon viele Sozialhilfeempfänger in Arbeit vermitteln können. Als ehemaliger Wirtschaftsförderer will er zudem seine Kontakte zu Firmen nutzen, um Flüchtlingen als Integrationshilfe mit gemeinnützigen Beschäftigungen den Weg in die Arbeitsmarkt zu ebnen. Außerdem sollen beim Bauhof zeitnah drei weitere Asylbewerber als gemeinnützige Aushilfen eingesetzt werden. Derzeit leben 260 Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter in Ronnenberg.

„Ich freue mich auf die Aufgabe“, sagt die 23-jährige Barjamaj. Sie ist schon seit mehr als zwei Jahren in Deutschland und hatte kürzlich schon ein Praktikum in der Stadtverwaltung absolviert.

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