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Empelder bieten Flüchtlingen Hilfe an

Empelde Empelder bieten Flüchtlingen Hilfe an

Wer wird unser neuer Nachbar? Das interessiert Bürger aus Empelde, die am Montagabend zur Infoveranstaltung der Stadt wegen der Flüchtlingsunterkünfte gekommen sind. Den neuen Nachbarn haben einige Empelder ihre Hilfe angeboten.

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Sieben Schlafmodule, Küche, Sozial- und Sanitärräume für bis zu 20 Personen bietet jeder Wohncontainer.

Quelle: irs Hamburger Projektges.

Empelde. Wer die die neuen Nachbarn sind und woher sie kommen, weiß die Stadt Ronnenberg frühestens eine Woche vor der Zuweisung. Der Erste Stadtrat Torsten Kölle lässt keinen Zweifel daran, dass die Stadt keine Einflussmöglichkeiten auf den Zuzug der Flüchtlinge hat.

Er geht davon aus, dass die bereits angekündigten Asylbewerber überwiegend aus Irak, Iran Syrien, Afghanistan und Pakistan kommen. Ob es Familien sind, wie es sich eine Mutter von zwei Töchtern im Teenageralter wünscht, oder eher alleinstehende junge Männer, kann Kölle nicht voraussagen.

Bis zu 100 Neuankömmlinge sollen in ein Containerdorf einziehen, das auf dem Festplatz hinter der Marie-Curie-Schule in entsteht. Noch vor Weihnachten werden die Module angeliefert, bis Mitte Januar sollen die mobilen Heime bezugsfertig sein. Geplant sind fünf Einheiten. Jeder Container hat sieben abgetrennte, jeweils 14,5 Quadratmeter große sogenannte Schlafmodule mit zwei bis drei Betten. Zur Ausstattung gehören eine Küche, ein Sozialraum, ein Essbereich sowie vier Duschen und vier Toiletten. Die winterfesten Wohnheime werden mit Strom beheizt.
In der Aula der Gesamtschule hören die etwa 50 Bürger, wie dringend die Stadt Ronnenberg das Containerdorf benötigt. 279 Asylsuchende hat die Stadt in diesem Jahr bereits aufgenommen, 22 sind laut Kölle mittlerweile von den Ausländerbehörden abgeschoben worden. Bis März 2016 sind der Stadt weitere 200 Personen angekündigt worden. Sie sollen auf alle Stadtteile möglichst gerecht verteilt werden. Im 12 000 Einwohner zählenden Empelde leben derzeit 83 Flüchtlinge. Zum Vergleich: In Weetzen (2000 Einwohner)
sind 110 Asylsuchende untergebracht, im 500-Einwohner-Dorf Linderte 42 Personen.

Die Besucher der Infoveranstaltung diskutieren das Flüchtlingsproblem in ruhiger, sachlicher Atmosphäre. Viele von ihnen gehören den Unterstützerkreisen an, die sich bereits gebildet haben. Die Hilfsangebote reichen von Sachspenden wie Fahrräder, bis zum Sprachunterricht. "Wir wollen helfen, aber die Stadt muss den Kontakt zu den Flüchtlingen herstellen", sagt eine Empelderin. Kölle lädt die Unterstützer für Montag, 21. März, um 16.15 Uhr in das Rathaus ein.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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