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Zwei neue Grundschulklassen sind der Anfang

Empelde Zwei neue Grundschulklassen sind der Anfang

Nach den Sommerferien werden an der Theodor-Heuss-Grundschule in Empelde zusätzliche Unterrichtsräume benötigt – für eine weitere Sprachlernklasse und wegen des neuerdings fünfzügigen ersten Jahrgangs. Die Stadt hat deshalb auf dem Schulparkplatz einen Containerbau aufstellen lassen.

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Nicht besonders schön, aber zweckmäßig: Der in kurzer Zeit errichtete mobile Containertrakt lässt den markanten grünen Eingangsbereich der Theodor-Heuss-Schule (siehe Bildergalerie) nur noch erahnen.Fachbereichsleiter Frank Schulz (siehe Bildergalerie) begutachtet einen der neuen Klassenräume. In ein bis zwei Jahren sollen die Container aber schon wieder abgebaut werden. Dann soll auf dem angrenzenden Parkplatzteil ein zweigeschossiger Modulbau errichtet werden.

Quelle: Ingo Rodriguez

Empelde. Schön sieht die Schulerweiterung nicht aus: Der kleine Bau aus etwa 16 Modulen und einer Verbindungsbrücke verdeckt die Fensterfront des Lehrschwimmbeckens, vom verbliebenen Stück des Parkplatzes aus ist der markante Eingang der Schule nicht mehr zu sehen. Die gute Nachricht: „Es ist nur eine Zwischenlösung“, sagt der städtische Fachbereichsleiter Frank Schulz. Die Stadt habe die mobilen Klassenräume zunächst für ein Jahr gemietet – für rund 40 000 Euro.

Der Grund für das zweckmäßige Provisorium an der Barbarastraße: Es musste schnell gehen. Laut Schulleiterin Andrea Schirmacher werden an der größten Grundschule im Stadtgebiet schon nach den Sommerferien nicht mehr vier, sondern fünf erste Klassen unterrichtet. Zu der neuen Fünfzügigkeit kommt eine zweite Sprachlernklasse. „Dann werden in zwei Klassen insgesamt 15 Flüchtlingskinder zunächst einmal alphabetisiert“, sagt Schirmacher. In den beiden neuen Containerräumen aber sollen zwei vierte Klassen untergebracht werden.

Für die Stadt war der Containerbau vor dem Lehrschwimmbecken aus Zeitgründen sinnvoll. „Wegen der Eingeschossigkeit reicht eine zweite Tür pro Raum als Fluchtweg, keine weiteren Brandschutzauflagen, keine Wasseranschlüsse, nur Elektrik“, zählt Fachbereichsleiter Schulz die Vorteile auf. Immerhin: Vor den mobilen Räumen wurde ein Eingangspodest gepflastert, eine Umzäunung soll es möglich machen, den Standort künftig als zweiten Pausenhof zu nutzen.

Schon in einem, maximal in zwei Jahren, soll der Containerbau aber wieder entfernt werden. „Dann soll auf dem benachbarten Teil des Parkplatzes ein doppelgeschossiger Bau mit gekauften Modulen und insgesamt vier zusätzlichen Unterrichtsräumen entstehen“, sagt Schulz. Geschätzte Kosten: Rund 250 000 Euro. Das derzeitige Provisorium ermögliche aber, je nach Raumbedarf, im nächsten Unterrichtsjahr genauer zu planen.

Hintergrund ist, dass in der Theodor-Heuss-Grundschule ein Ganztagsbetrieb eingerichtet werden soll. Außerdem wird wegen des Wohnungsbaus am Waizenkamp mit einem weiteren Anstieg der Schülerzahlen gerechnet. Mittelfristig will die Stadt deshalb eine zweite Grundschule in Empelde bauen – zweizügig in allen vier Jahrgängen, mit zunächst acht Klassen. Laut Schulz will die Stadt 6 bis 8 Millionen Euro investieren, um die neue Schule in etwa vier Jahren zu eröffnen. Als Standort wird derzeit eine Hartplatzfläche der Bezirkssportanlage Empelde favorisiert.

Zusätzliche Hortplätze: Neue Außenstelle bekommt eine Fluchtrutsche

Für Grundschüler werden bis August auch zwei weitere Hortgruppen eingerichtet. Weil es in Empelde eine lange Warteliste für Kinder berufstätiger Eltern gibt, will die Stadt für den bestehenden Hort auf dem Gelände der Grundschule an der Barbarastraße eine Außenstelle aufmachen.

Dafür will die Stadt eigene Räume in einem Anbau des Frauenzentrums an der Stillen Straße umbauen. Für diese Zwei-Gruppen-Einrichtung mit voraussichtlich 36 Kindern werden derzeit Wohnungen im Erd- und Obergeschoss hergerichtet. Dabei entstehen auch Pausen- und sogenannte Differenzierungsräume.

Die voraussichtlichen Kosten für die Einrichtung der Hort-Außenstelle liegen laut Stadtverwaltung bei rund 130 000 Euro. Kurios: Wegen seltener Planungsbesonderheiten und notwendiger Brandschutzauflagen wird an das Gebäude eine Fluchtrutsche gebaut.

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