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Jung sieht sich als Bindeglied für Unternehmen

Ronnenberg Jung sieht sich als Bindeglied für Unternehmen

Nach zweieinhalb Monaten meldet sich der neue Ronnenberger Wirtschaftsförderer Torsten Jung erstmals öffentlich zu Wort. Er sieht sich in erster Linie als Ansprechpartner für die ansässigen Unternehmen - und will ihnen auch helfen, mehr von den öffentlichen Fördermitteln des Landes zu profitieren.

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Seit Mitte Dezember ist Torsten Jung als Ronnenberger Wirtschaftsförderer tätig.

Quelle: Björn Franz

Ronnenberg. Torsten Jung wirkt aufgeräumt. Mit Jeans, Sakko und Krawatte bekleidet sitzt der neue Wirtschaftsförderer der Stadt Ronnenberg im Büro von Bürgermeisterin Stephanie Harms und zieht eine erste Zwischenbilanz. Am 15. Dezember vergangenen Jahres hatte er den Posten übernommen. Dass ihm dabei zunächst ein rauher Wind ins Gesicht blies, damit hatte Jung angesichts der politischen Vorgeschichte als Bürgermeisterkanidat, der bei der Stichwahl dann eine Wahlempfehlung für Harms aussprach, gerechnet. Doch inzwischen, so Jung, hätten sich die Wogen gelegt - und er ist mit viel Elan die neue Aufgabe angegangen.

Dabei sieht sich der 53-Jährige in erster Linie als Bindeglied für die in Ronnenberg ansässigen Unternehmen. Er will informieren, helfen und beraten - dazu habe er in den ersten Wochen seit seinem Amtsantritt bereits zahlreiche Firmen persönlich besucht. Eines seiner Hauptanliegen sei es, auf die Möglichkeiten aufmerksam zu machen, die den Gewerbetreibenden zur Verfügung stehen. "Es gibt in Niedersachsen mehr als 450 unterschiedliche Förderungen für Unternehmen", sagt Jung. "Zudem zahlen wir als Stadt rund 10 Millionen Euro Regionsumlage und können dadurch auch auf die Beratung der Fachleute bei der Region zurückgreifen. Aber viele Unternehmer wissen gar nicht, dass es solche Möglichkeiten gibt."

Genau das möchte der neue Wirtschaftsförderer ändern. Durch persönliche Gespräche, aber auch durch ein neues Informations-Netzwerk. Für einen neuen digitalen Newsletter hätten sich bereits knapp 50 der 300 angeschriebenen Unternehmen angemeldet. Zudem möchte er die Kontakte untereinander durch Aktivitäten wie Gründungsabende, ein für Ende April geplantes Ausbilderfrühstück, einen vierteljährlich erscheinenden Veranstaltungskalender und einen regelmäßigen Unternehmerstammtisch verbessern.

Dabei will Jung auch auf die speziellen Bedürfnisse in Ronnenberg besondere Rücksicht nehmen. "Wir haben bei uns viele handwerkliche Unternehmen, die morgens erst einmal ihren Betrieb in die Gänge kriegen müssen", sagt er. Daher tendiere er dazu, ein regelmäßiges Unternehmer-Mittagessen einzuführen, bei dem es solchen Firmeninhabern leicher fallen würde, sich ein bis zwei Stunden für einen Informationsaustausch freizuschaufeln als für ein Frühstück.

Ohnehin hat der neue Wirtschaftsförderer ein ziemlich klares Bild von dem, was in Ronnenberg nötig und möglich ist. Und dabei seien Neuansiedlungen aus seiner Sicht keineswegs das A und O. "Die meisten Interessenten suchen 20.000-Quadratmeter-Flächen mit Autobahnanschluss", verrät Jung. "Aber das muss auch in unsere Unternehmensstruktur passen." Ronnenberg sei historisch aus Handwerksbetrieben gewachten, habe als Kernbereiche noch immer das Handwerk und die Kfz-Branche. "Ein IT-Standort werden wir niemals werden. Wichtiger ist es daher, die ansässigen Unternehmen hier zu halten", sagt Jung.

Dazu will er den Firmen gemeinsam mit Harms und dem zuständigen Dezernenten Wolfgang Zehler auch die Möglichkeit geben, sich zu erweitern. Der Schwerpunkt werde in Ronnenberg sicherlich an der B217 liegen, erklärt die Bürgermeisterin. Aber auch das Gewerbe außerhalb der Kernstadt ist im Fokus. "Speziell in den Südprovinzen fehlen uns Einkaufsmöglichkeiten", sagt Harms. Zwar würde es sich nicht lohnen, für Linderte alleine einen Supermarkt anzusiedeln. Aber eine größere Lösung beispielsweise auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik am Ortsrand von Weetzen sei durchaus denkbar - dafür gebe es bereits Interessenten. "Es muss ja nicht sein, dass die Menschen sich zum Einkaufen nach Hemmingen orientieren", sagt Harms.

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