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Totes Moor ist Studienobjekt

Empelde Totes Moor ist Studienobjekt

Die Marie-Curie-Schule ist erneut als Partnerschule für die europaweite Comenius-Schulpartnerschaft ausgewählt worden. Die Schüler lernen dabei Landschaftsprojekte in Italien, Ungarn, der Türkei und am Steinhuder Meer kennen.

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Die Schüler diskutieren mit Wolfgang Fiedler über das einzigartige Tote Moor am Steinhuder Meer, das unter Naturschutz gestellt werden soll.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. Der Anfang ist gemacht. Die 20 Schüler, die sich im August für das zwei Jahre währende Comenius-Projekt anmeldeten, haben ein Video gedreht, um sich und ihre Schule den Projektpartnern um europäischen Ausland vorzustellen. Mit ihren Lehrern Ulrich Claußen, Anne Wiglenda und Christina Friedrich wählten die Jugendlichen der Jahrgänge acht bis zehn aus dem Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialzweig auch schon ein Projekt aus.

Sie haben sich vorgenommen, das Tote Moor am Steinhuder Meer genau kennenzulernen, um es dann den Partnerschulen vorzustellen. „Wir haben das Projekt ausgesucht, um an einem Beispiel zu lernen, wie die Planung von Landschaftsprojekten durchgeführt wird, welche Vorschriften und Gesetze dabei eine Rolle spielen, wie Bürgerbeteiligung möglich ist und wie Interessenkonflikte gelöst werden können“, sagt Claußen.

Am Mittwoch stellte Wolfgang Fiedler, Teamleiter in der Naturschutzbehörde der Region Hannover, den Schülern die Besonderheiten des Gebietes bei Großenheidorn vor. Der Landschaftsraum, der Rast- und Brutgebiet unter anderem für Schwarzstörche und Kraniche ist, soll unter Naturschutz gestellt werden. Darauf dringe die Europäische Union, sagte Fiedler. Es sei ein langer Weg bis zur Ausweisung eines Schutzgebietes. Seine Behörde müsse sich gegen heftigen Widerstände von Landwirten, Anwohnern und Wassersportlern behaupten.

Umso mehr freut es Fiedler, dass die Schüler eine Exkursion in das geplante Schutzgebiet unternehmen wollen. „Die Marie-Curie-Schule ist die erste Schule, die sich für dieses Gebiet und unsere Arbeit interessieren.“

Comenius fördert Lernen ohne Grenzen

Europäische Landschaften und ihre nachhaltige Entwicklung – dieser etwas sperrige Begriff meint ein grenzübergreifendes Projekt, an dem 20 Jugendliche der Marie-Curie-Schule bis Juli 2015 arbeiten. Die Gesamtschule macht erneut bei der Comenius-Schulpartnerschaft mit und hat sich dafür das Naturschutzprojekt Totes Moor am Steinhuder Meer der Region Hannover ausgesucht.

Für einen Zeitraum von zwei Jahren soll es einen intensiven Austausch mit Schulen in Caluso (Italien), Köszeg (Ungarn) und Izmir (Türkei) geben. Im März 2014 lernen sich die Partner persönlich kennen. Das ersten Treffen ist in Italien geplant. Jeweils zehn Schüler und zwei Lehrer reisen nach Caluso und arbeiten dort gemeinsam an verschiedenen Projekten. Die Marie-Curie-Schule wird im Mai 2015 Gastgeber für die Gäste aus Ungarn, Italien und Türkei sein.

Das Comenius-Projekt ist für die Gesamtschule nicht neu. Vor zehn Jahren war die KGS bereits Koordinator. Damals machten Schulen aus Italien, Griechenland, Spanien und Portugal mit. Vor drei Jahren war Ronnenberg regionsweit die einzige Kommune, die am sogenannten Comenius-Regio-Projekt teilnahm und zwei Jahre eng mit einer finnischen Schule zusammenarbeitete.

Hintergrund der von der Europäischen Union finanzierten Comenius-Projekte ist der Aufbau einer nachhaltigen grenzüberschreitenden Kooperation in der Schulbildung. Damals wie heute untersuchen Schüler aus den beteiligten Ländern die Lebensbedingungen in ihrer Region und tauschen ihre Erkenntnisse mit den Partnerschulen aus.

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