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Fußball als Integrationshilfe für Flüchtlinge

Weetzen Fußball als Integrationshilfe für Flüchtlinge

Mannschaftssport für eine bessere Völkerverständigung: Beim SV Weetzen treffen sich jetzt regelmäßig rund 20 Flüchtlinge aus acht Nationen, um gemeinsam Fußball zu spielen. Der Sportverein lässt die Asylsuchenden kostenlos den Fußballplatz nutzen, um sie später in die Vereinsmannschaften zu integrieren.

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Aus acht Nationen, aber alles Fußballer: Trainer Mirco Kutzner (rechts) begrüßt die Asylbewerber vor dem ersten Trainingsspiel auf Englisch beim SV Weetzen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Weetzen. "Jetzt stehen Menschen aus acht Nationen auf dem Platz", sagt Stephani Heuer. Die Frau aus Vörie engagiert sich schon seit längerer Zeit im Weetzener Arbeitskreis Willkommen. Und auf ihre Initiative geht auch das Flüchtlingsprojekt des SV Weetzen zurück.

Fußball spielende Asylbewerber sind dort aber keine Neuheit: "Bei uns trainieren seit vier Wochen vier Flüchtlinge aus dem Asylbewerberheim mit", sagt Olaf Gutzeit, Trainer der dritten Fußballherrenmannschaft. Kürzlich habe der Trainingsbetrieb förmlich einen Boom ausgelöst. "Da wollten bei einer Übungseinheit fast 15 Flüchtlinge mitmachen", erzählt Gutzeit. Mit so vielen Spielern sei geregeltes Training aber nicht möglich. Zu wenig Platz, Sprachbarrieren beim Erklären der Übungen - deshalb hat der Verein jetzt eine Übungszeit nur für die Asylbewerber zur Verfügung gestellt. Die Flüchtlinge sollen aber keineswegs ausgegrenzt werden. "Sie sollen später beitragsfrei im Verein aufgenommen und auf die Vereinsmannschaften verteilt werden", sagt Initiatorin Heuer.

Sie war am Sonnabend im Wohnheim an der Hauptstraße, um für das neue Projekt noch mehr Teilnehmer zu gewinnen. Begleitet wurde sie von dem 38-jährigen Mirco Kutzner, einem langjährigen Fußballer aus Weetzen. Er wird künftig die Übungseinheiten der Flüchtlinge leiten. "Ich wollte sowieso einen Beitrag zur Integration leisten. Wenn auch noch Fußball gespielt wird -  umso besser", sagt er. Nach ihm müssen sich die Asylbewerber aber richten. "Trainiert wird nur, wenn er Zeit hat", sagt  die Initiatorin. Weil der Fußballplatz in den Abendstunden ausgelastet ist, stellt der SV Weetzen seine Anlage für das Integrationsprojekt immer nachmittags zur Verfügung.

Den Fußballer aus acht Nationen fällt zwar die Verständigung auch untereinander schwer. Beim Trainingsspiel ist das aber kein Problem. Zwei Mannschaften eingeteilt - schon rollt der Ball. Der 23-jährige Isam aus Syrien spricht schon gut Deutsch: "Fußball spielen ist viel besser, als nur abzuhängen", sagt er.

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Von Ingo Rodriguez

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