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Trinkwasser wird nächstes Jahr teurer

Ronnenberg Trinkwasser wird nächstes Jahr teurer

Der seit zwölf Jahren stabile Endverbraucherpreis für Trinkwasser gerät ins Wanken. Die stadteigene Energie- und Wasserversorgung (EWA) muss den Wasserpreis im Jahr 2017 erhöhen. Ein Grund sind Investitionen in die Erneuerung des Leitungsnetzes.

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Wie teuer das Trinkwasser für die Kunden in Ronnenberg wird, steht erst Ende dieses Jahres fest.

Quelle: Lukas Schulze

Ronnenberg. Um wieviel Cent der Trinkwasserpreis - derzeit 1,55 Euro je Kubikmeter - ab 2017 erhöht wird, steht erst Ende des Jahres fest. Dass die EWA den rund 3500 Haushalten in sechs Ronnenberger Stadtteilen - Empelde wird aus Hannover versorgt - mehr Geld abverlangen wird, ist aber bereits beschlossene Sache.

Jens Williges, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der stadteigenen Gesellschaft, nennt zwei Gründe. Die Harzwasserwerken haben mit der EWA eine Preisanpassungsklausel vereinbart, die ab 2017 wirksam wird - "der Bezugspreis wird steigen", sagt Williges. Zudem will die EWA in das Leitungsnetz investieren, was sich ebenfalls auf den Wasserpreis auswirkt.

Diese Kosten muss die EWA voraussichtlich an den Verbraucher weitergeben, sagte Williges am Freitag, nachdem der Rat der Stadt als Gesellschafter der GmbH über den Jahresabschluss 2015 beraten hatte. Die städtische Tochter hat gut gewirtschaftet. Mit dem Verkauf von 553.410 Kubikmeter Wasser wurde ein Überschuss von 83.352 Euro erzielt, das sind fast 14.500 Euro mehr als im Vorjahr. Von dieses Ergebnis profitiert die Stadt mit einer Ausschüttung von 20.000 Euro sowie 19.000 Euro Gewerbesteuer und 86.000 Euro Konzessionsabgabe.

63 000 Euro des Überschusses aus 2015 bleiben bei der EWA für größere Investitionen. Diese sollen im Jahr 2017 begonnen werden. An welcher Stelle das in die Jahre gekommene Trinkwassernetz erneuert wird, steht noch nicht fest. Die EWA macht die Entscheidung von einer Netzanalyse abhängig, die bei der Firma Avacon-Purena in Auftrag gegeben wurde. Purena ist seit fast 20 Jahren für die technische Betriebsführung des Ronnenberger trinkwassernetzes zuständig.
Mit den Investitionen sollen die Wasserverluste noch weiter verringert werden. „Mit 5,3 Prozent liegen diese im Vergleich zu anderen Kommunen jetzt schon niedrig“, sagte Williges.

Der Geschäftszweig Fotovoltaik entwickelt sich bei der EWA immer mehr zu einem zweiten Standbein. Mit der Erzeugung von Sonnenstrom auf neun öffentlichen Dächern im Ronnenberger Stadtgebiet erwirtschaftete die städtische Tochter im Jahr 2015 einen Überschuss von rund 25 000 Euro, das sind fünf Prozent des Gesamtumsatzes der EWA.

„Wichtig ist, dass sich die Fotovoltaik selbst trägt und nicht zu Lasten des Wasserpreises geht“, sagt Jens Williges. Obwohl sämtliche optimal geeigneten öffentlichen Dächer bereits mit Fotovoltaikmodulen belegt sind, will die EWA an ihrem Ziel festhalten, weitere Anlagen zu errichten, „egal, ob privat oder öffentlich“, meint Williges. „Wir springen ein, wenn es eine Dachfläche, aber keinen Investor gibt“, wirbt der Ratsherr für das Engagement des Unternehmens. „Die Stadt und die EWA motivieren und beraten private Investoren“, sagt er.

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Die EWA-Geschäftsführer Frank Schulz, Torsten Kölle und Wolfgang Zehler freuen sich mit dem Vizeaufsichtsratsvorsitzenden Jens Williges (2. von links) über das gute Geschäftsergebnis.

Quelle: Kerstin Siegmund
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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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