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VHS lädt zum Vogelbeobachten zu den Stapelteichen

Vörie VHS lädt zum Vogelbeobachten zu den Stapelteichen

Auf der Suche nach scheuem Gefieder: Auf Einladung der VHS wandern Naturfreunde zu den Stapelteichen zwischen Weetzen und Vörie und halten nach seltenen und scheuen Vogelarten Ausschau.

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Robert Plattner fotografiert.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ronnenberg. Ein Fernglas oder ein gutes Teleobjektiv sind sehr hilfreich. Eine gute Ausrüstung allein verspricht aber noch lange keinen Erfolg: „Ich bitte Sie, gleich zu schweigen, damit wir keine Vögel verscheuchen“, sagt Exkursionsleiter Peter Keller und schleicht in die hölzerne Beobachtungshütte des Naturschutzbundes (Nabu).

Seit Jahren führt Keller im Auftrag der Volkshochschule Calenberger Land (VHS) Naturfreunde zur renaturierten Ihme und zu den Stapelteichen zwischen Weetzen und Vörie. Auch jetzt sind am frühen Abend vier Teilnehmer zu seiner Wanderung gekommen, um sich auf die Suche nach seltenen und scheuen Vogelarten zu machen.

Gleichwohl: Ein Selbstläufer ist die Aktion nicht. Die fünf Naturentdecker benötigen schon sehr viel Geduld und einen scharfen Blick, bis sich die Objekte ihrer Begierde still und heimlich ins Blickfeld schleichen. Deshalb nutzt Keller die lange Wartezeit, um das Schweigen zu brechen. „Die renaturierte Ihme und die Stapelteiche bieten tollen Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere“, sagt der Hobby-Ornitologe. Er begrüßt, dass der Nabu die früheren Klärteiche der Zuckerfabrik in Weetzen nach der Schließung in den Neunzigerjahren zu einem idealen Rastplatz für Zugvögel umgestaltet hat.

Genau die haben offenbar mehr Geduld als die Vogelkundler: Am ersten Beobachtungsposten lassen sie sich noch nicht blicken. Für Robert Plattner aus Ronnenberg kein Grund, seinen Fotoapparat beiseitezulegen. Auch ein Blesshuhn, das einsam im flachen Wasser seine Kreise zieht, ist ihm ein Bild wert - und natürlich die tollenden Wasserbüffel. Und bevor die kleine Gruppe ihre Wanderung fortsetzt, hat ihm sein scharfer Blick einen weiteren Schnappschuss beschert: Stolz thront ein Graureiher auf einem Baum - fast unerkannt, aber auf den dritten Blick doch sichtbar.

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