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Viel Lob für Ronnenberger Klimaschutz-Projekte

Ronnenberg Viel Lob für Ronnenberger Klimaschutz-Projekte

„Klimaschutz lohnt sich“, betonte Axel Priebs, Umweltdezernent der Region. Während seiner Klimaschutztour durch alle 21 hannoverschen Kommunen machte er Station im Empelder Baugebiet am Seegrasweg – und war voll des Lobes über das erfolgreiche Projekt.

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Bürgermeisterin Stephanie Harms (Dritte von links) zeigt dem Umweltdezernenten Axel Priebs und anderen Gästen die Baustelle am Seegrasweg.

Quelle: Uwe Kranz

Empelde. „Jetzt kommt der Programmpunkt, an dem ich mich beeindruckt zeige“, sagte Priebs mit einem Augenzwinkern, nachdem er sich über das Klimaschutzprogramm der Stadt Ronnenberg informiert hatte. Die Verblüffung – vor allem über die Neubauten am Seegrasweg – war ihm aber durchaus ernst.

„Das Bauvorhaben veranschaulicht hervorragend, wie sich Klimaschutz und preiswerter Mietwohnungsbau miteinander in Einklang bringen lassen“, sagte der Umweltdezernent. Gerade diese beiden Punkte würden immer wieder gegeneinander ausgespielt, monierte Monika Dening-Müller, stellvertretende Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur der Region. In Ronnenberg werde nun der Beweis erbracht, dass es doch möglich sei, sagt sie.

Aber Bürgermeisterin Stephanie Harms und Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter der Stadt, erhielten für das Ronnenberger Aktionsprogramm noch weiteres Lob. „Wenn die Kommune mit gutem Beispiel vorangeht, ziehen die Bürger mit“, sagte Dening-Müller und verwies darauf, dass jüngst fünf Hausbesitzer aus Ronnenberg mit der „Grünen Hausnummer“ ausgezeichnet wurden. Die Solaroffensive der Stadt würdigte Priebs zudem als „vorbildlich“.

Zehler betonte das besondere Engagement der Stadt bei Umsetzung des eigenen Klimaschutzprogramms. „Uns ist es wichtig, dass das kein Papiertiger ist“, sagte er. Bürgermeisterin Harms machte dagegen deutlich, dass der Wille der Stadt allein nicht ausreiche, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. „Das geht nur mit kreativen Unternehmern und wenn die Politik mitzieht“, stellte sie fest.

Die sieben vom Bauunternehmen Immo Control am Seegrasweg errichteten Mehrfamilienhäuser erfüllen schon jetzt den KfW-Effizienzhaus-Standard, der für Neubauten erst ab 2021 vorgeschrieben wird. Der bilanzierte CO2-Verbrauch ist laut Frederik Tadge von Immo Control mit minus zwei Tonnen pro Jahr sogar negativ. Die Häuser werden durch Erdwärmepumpen beheizt und durch Photovoltaikanlagen mit selbst erzeugtem Strom versorgt. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt in den einzelnen Wohnungen für den notwendigen Frischluftaustausch. Die damit zurückgewonnene Energie wird zur Warmwasseraufbereitung genutzt. „Das innovative Energiekonzept der sogenannten ClimaBalance-Häuser ermöglicht angenehme Wohnraumtemperaturen im ganzen Jahr und geringe Verbrauchswerte“, erläuterte Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler.

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