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Auf Bolzplatz entsteht Flüchtlingsunterkunft

Empelde Auf Bolzplatz entsteht Flüchtlingsunterkunft

Unmittelbar vor dem Rathaus in Empelde lässt die Stadt zurzeit einen Bolzplatz verkleinern, um dort eine rund 2000 Quadratmeter große Teilffläche für den Bau einer Flüchtlingsunterkunft vorzubereiten. Die bislang geplante Containerlösung scheidet inzwischen aber aus - zu teuer, nicht nachhaltig.

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Bild mit Symbolkraft: Unmittelbar vor dem Rathaus in Empelde wird derzeit ein Bolzplatz verkleinert, um dort eine rund 2000 Quadratmeter große Teilfläche für den Bau einer Flüchtlingsunterkunft vorzubereiten.

Quelle: Ingo Rodriguez

Empelde. Fußball spielen ist auf dem Bolzplatz an der Hansastraße vorläufig nicht mehr möglich. Vor wenigen Tagen sind die Bagger angerollt, um rund 2000 Quadratmeter der Fläche für eine Wohnbebauung zu preparieren. Ronnenbergs städtischer Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler verweist auf einen Ratsbeschluss aus dem vergangenen Jahr: "Es wurde entschieden, die städtische Fläche für die Unterbringung von Asylbewerbern und Wohnbebauung zu nutzen", sagt Zehler.

Der Fachbereichsleiter betont, dass das Grundstück für Gemeinbedarf ausgewiesen ist. "Der Bolzplatz ist nur eine geduldete Zwischennutzung, bis das Areal für den ursprünglichen Zweck benötigt wird." Das sei angesichts dringend benötigter Flüchtlingsunterkünfte nun der Fall. "Wir müssen Wohnraum schaffen", sagt Zehler.

Trotzdem hat der Fachbereichsleiter auch für die Nutzer des Bolzplatzes eine gute Nachricht. "Der hintere Bereich wird noch nicht für die geplante Bebauung benötigt, deshalb soll dort der Bolzplatz in kleinerer Form um 180 Grad gedreht wieder aufgebaut werden", kündigt Zehler an. Aber auch dann gilt: Nur, bis Bedarf für eine andere Nutzung besteht.

Die Baupläne der Stadt haben sich unterdessen verändert. Auf der Fläche vor dem Rathaus sollten ursprünglich in Kürze Containermodule für Asylsuchende aufgestellt werden. "Wir haben die Ausschreibung aber wieder aufgehoben", sagt Zehler. Die Container seien inzwischen aufgrund der großen Nachfrage viel zu teuer. Außerdem betrage die Lieferzeit jetzt rund sechs Monate. "Vor diesem Hintergrund ist ein Festbau eine nachhaltigere Lösung", sagt der Fachbereichsleiter.

Das Problem: "Wir müssen erst einmal festlegen, welche Art von Bebauung zeitnah möglich ist", so Zehler. Nach Angaben von Bürgermeisterin Stephanie Harms laufen derzeit Gespräche mit möglichen Investoren. Laut Zehler ist eine zweigeschossige Variante wahrscheinlich - nur einen Investor gebe es eben noch nicht.

Und warum wird die Fläche schon vorbereitet? "Der Tiefbauauftrag war wegen der Containerpläne bereits vergeben und die Arbeiten sind auch für einen Festbau notwendig", sagt Zehler. "Es wäre gut, wenn dort bis Ende 2016 Wohnungen bezugsfertig sind." Kurzfristig werde die Stadt wegen der Flüchtlingszahlen ohnehin Notunterkünfte einrichten müssen - auch wenn die städtischen Turnhallen wegen Schulunterricht und die Dorfgemeinschaftshäuser wegen fehlender Duschen ausscheiden. "Wir müssen uns auf den Immobilien- und Wohnungsmarkt konzentrieren", sagt Zehler.

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