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Wasserpreis bleibt vorerst stabil

Ronnenberg Wasserpreis bleibt vorerst stabil

Die stadteigene Energie- und Wasserversorgung (EWA) garantiert ihren Kunden für ein weiteres Jahr einen stabilen Wasserpreis. Trotzdem sind Geschäftsführung und Aufsichtsrat in Sorge: Seit zwei Jahren gehen aus dem Leitungsnetz ungewöhnliche hohe Wassermengen verloren.

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Schwarze Zahlen: Frank Schulz (links) und Harald Legler präsentieren die Jahresbilanz der EWA für das Jahr 2014.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ronnenberg. Für die EWA ist es die zentrale Zielsetzung - und zurecht sind Geschäftsführung wie Aufsichtsrat mächtig stolz darauf: Seit 2004 zahlen die von der EWA in sechs Stadtteilen versorgten rund 6600 Haushalte für einen Kubikmeter Wasser 1,55 Euro. Bis 2016 soll sich das nicht ändern.

EWA-Prokurist Frank Schulz will zwar für das Jahr 2017 eine Preisanpassung nicht ausschließen. „Wir haben bis 2016 Kalkulationssicherheit“, sagt er aber. Die EWA muss jedoch auch die Entwicklung bei den Harzwasserwerken beobachten. Von dort bezieht das Tochterunternehmen der Stadt das Trinkwasser. Nur Empelde wird von den Stadtwerken Hannover versorgt. Wenn sich bei den Harzwasserwerken die Lohn- und Anlagekosten erhöhen, könnte es laut Schultz bei der EWA ab 2017 auch zu einer Preisanpassung für die Kunden kommen - jedoch nur moderat um ein bis zwei Prozent.

Für den Aufsichtsratsvorsitzenden Harald Legler ist die ungewöhnlich lange Zeit stabiler Preise eine Folge solider Geschäftspolitik. Im vergangenen Jahr hat die EWA wieder 530 792 Kubikmeter Wasser verkauft und einen Überschuss von rund 69 000 Euro erwirtschaftet. Obwohl die verkaufte Wassermenge - pro Kopf etwa 40 Kubikmeter - leicht gestiegen ist, hat sich der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um rund 40 000 Euro verringert. „Aber nur, weil turnusmäßig an 3500 Hausanschlüssen die Zähler ausgetauscht wurden - eine eingeplante Ausgabe“, sagt Legler. Immerhin hatte die EWA deshalb sogar mit einem Überschuss von nur 45 000 Euro kalkuliert - und dann 24 000 Euro mehr erreicht.

Trotzdem ist die EWA zurzeit in Sorge: Trotz regelmäßiger Unterhaltungs- und Investitionsmaßnehmen gehen seit zwei Jahren im rund 74 000 Meter langen Leitungsnetz mehr als zehn Prozent des bezogenen Wassers verloren.

„Nur bis zu acht Prozent sind normal“, sagt Schulz. Im Mai hat deshalb eine Firma begonnen, die Versorgungsleitungen mit einem hochmodernen Abhörverfahren zu untersuchen. Ein größeres Leck wurde bislang aber ebenso wenig gefunden, wie Hinweise auf eine illegale Fremdentnahme. „Im Jahr 2004 hatten wird noch einen Wasserverlust von nur 4,5 Prozent“, sagt Schulz. Der aktuelle Wert sorge jährlich für Zusatzkosten von rund 20 000 Euro. „Diesen Betrag haben wir auch für die Überprüfung ausgegeben“, sagt Schulz. Er hofft auf eine schnelle Lösung.

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