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Werbung für Soja und Lupine

Ronnenberg Werbung für Soja und Lupine

Ronnenbergs Grüne machen sich für den regionalen Anbau von Eiweißfutter stark – um den Sojabohnenimport aus Übersee zu reduzieren und den heimischen Landwirten eine neue Einkommensquelle zu beschaffen.

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Die Lupine ist mehr als eine schöne Blume, denn sie liefert Stickstoff für den Acker und wird zunehmend als pflanzliches Eiweiß in der Ernährung geschätzt. dpa

Quelle: Carsten Rehder

Ronnenberg. Bei einer Podiumsdiskussion am kommenden Freitag wollen Biobauern und konventionelle Landwirte das Für und Wider des Anbaus von Leguminosen wie Soja, Lupine und Rotklee diskutieren. Diese Pflanzen könnten nicht nur eine Bereicherung für die Artenvielfalt, sondern auch eine neue Einkommensquelle für die Landwirte sein.

Die Diskusssionsrunde in der Lütt-Jever-Scheune ist ein Novum. Als Veranstalter treten das Landvolk und die Grünen erstmals gemeinsam auf. Agraringenieur Hans-Jürgen Pein von den Ronnenberger Grünen und Holger Hennies, Vorsitzender des Landvolkkreisverbandes, begrüßen die Gäste. Sachkundige Gesprächspartner sind Jan Wittenberg aus Mahlerten als Pionier des Sojaanbaus in Deutschland, Maarten Maage, Bioland-Bauer aus Ostermunzel, der landwirtschaftliche Betriebsleiter Felix Klingemann sowie Vertreter der Futtermittelindustrie und der Beratung.

300 Einladungen hat das Landvolk geschickt. 35 Biobauern aus der Region haben die Grünen eingeladen. „Wir wollen, dass konventionell wirtschaftende und Biolandwirte intensiver als bisher ins Gespräch kommen. Es soll sich ein Netzwerk gründen“, hofft Andreas Beichler, der die Moderation übernimmt. Landwirtschaft sei ein grünes Thema, ergänzt Hans-Jürgen Pein.

Als wichtige Ziele nennt er den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft und die Reduzierung von Importen aus Übersee. Riesenmengen gentechnisch erzeugtes Sojaschrot aus Südamerika werde in Deutschland verfüttert. „Der Sojaanbau ist bisher hier nicht wirtschaftlich. Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit sich der Anbau für unsere Landwirte lohnt?“, fragt Pein. „Im besten Fall“, sagt der Grüne, „stoßen wir einen Umdenkprozess an.“

Um die Besucher der Podiumsdiskussion auf den Geschmack zu bringen, werden am 27. Mai um 19 Uhr Leguminosenprodukte zur Verkostung angeboten: Brotaufstrich aus Lupinen und Kichererbsen.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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