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Werkeln an lieb gewonnenen Geräten

Ronnenberg Werkeln an lieb gewonnenen Geräten

Der Anfang ist gemacht. Rund 20 defekte Geräte wurden entstaubt, auf- und zugeschraubt, geölt und wieder in Gang gebracht. Initiiert hatte die Aktion Uwe Buntrock, der das erste Repair Café in Ronnenberg eröffnet hat. Einmal im Monat soll das nun seine Pforten öffnen.

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Bärbel Rabe (von links) freut sich mit Uwe Buntrock, Achim Bollmann-Oberlein und Bernd Wilke, dass ihr Staubsauger wieder funktioniert.

Quelle: Rabenhorst

Empelde. Zahlreiche Besucher hatten den Weg in die Räume des Roten Fadens in der Bruchstraße gefunden. Unter anderem brachten sie kleine Elektrogeräte, eine Armbanduhr und einen Staubsauger zur Reparatur. Die „Kunden“ und die Helfer eint eine Überzeugung: Man möchte das Leben lieb gewonnener Gegenstände verlängern - in ökologischen Zusammenhängen wird dieser Ansatz auch Nachhaltigkeit genannt. Reparieren statt Wegwerfen heißt das Motto, das inzwischen immerhin 30 Repair Cafés in Niedersachsen erfolgreich umsetzen.

Einen 40 Jahre alter Walkman Christiane Zimmermann aus Empelde an diesem Sonnabend in die Hände von Heinrich-Ulrich Gerloff. “Ich freue mich, dass er wieder funktioniert“, sagte sie, nachdem der des Hobby-Monteurs mit seiner Arbeit fertig ist. Die Koordinatorin des Familienzentrums hatte aber noch einen weiteren Grund zur Freude. „Unsere Seifenblasenmaschine ist nun auch wieder heile. Wir haben sie bei unserem letzten Sommervergnügen sehr vermisst“, erzählt sie.

Zufrieden war auch Bärbel Rabe. Nur ein paar wenige Handgriffe waren nötig, um ihren Staubsauger wieder zum Laufen zu bringen. „Die Idee ist wirklich toll, wir sollten nicht immer gleich alles wegwerfen“, sagte die Frau aus Ihme-Roloven.

Die Initiative ist mit Bravour an den Start gegangen. Bei der gelungenen Premiere in Empelde waren am Sonnabend sieben aktive Helfer und zwei Küchendienstler vom Familienzentrum für Kaffee und Kuchen für das Repair Café im Einsatz. Initiator Uwe Buntrock sieht sich vorerst als Organisator und will die neue Einrichtung zunächst in der Stadt etablieren. „Man muss ja erst einmal eine Struktur schaffen“, verdeutlicht er und sortiert die Reparatur-Blätter. Auf diesen Zetteln werden alle Aktivitäten des Repair-Cafés dokumentiert. Festgeschrieben ist auch schon, dass das Repair Café nicht an einen festen Ort gefunden sein wird. Geplant ist, dass es durch möglichst alle Ortsteile wandern soll.

Den nächsten Termin können sich die Ronnenberger schon notieren: Am Sonnabend, 21. Oktober, stehen die ehrenamtlichen „Schrauber“ noch einmal in Empelde bereit. Von 14 bis 17 Uhr wird im Familienzentrum der evangelischen Johanneskirchengemeinde, Hallerstraße 3, wieder geschraubt, geölt und gereinigt.

Von Heidi Rabenhorst

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