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Was kann man für bezahlbaren Wohnraum tun?

Ronnenberg Was kann man für bezahlbaren Wohnraum tun?

Am 11. September ist Kommunalwahl. Wir fragen die Politiker vor Ort, was sie für die Bürger ihrer Kommune tun wollen, wenn sie in den Rat der Stadt Ronnenberg gewählt worden sind. Diesmal geht es darum, wie der Wohnungsmangel behoben werden kann.

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Wie kann in Ronnenberg mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden?

Quelle: Arne Dedert

Ronnenberg. Marius Koh (SPD): "Die Stadt soll Baugebiete in allen Stadtteilen ortsbezogen angemessen entwickeln und für Wohnbau-Unternehmen – insbesondere für gemeinnützige – ausweisen. Sozialer Wohnungsbau für alle muss wieder Vorrang bekommen."

Hermann-Josef Mersch (CDU): "In den nächsten zwei Jahren schaffen wir in Empelde und in Ronnenberg viele bezahlbare Wohnungen, und auch in Weetzen gibt es bereits Gespräche dazu. Parallel dazu muss immer wieder geprüft werden, ob weiterer Wohnraum notwendig ist."

Michael Kühn (Bündnis 90/Die Grünen): "Wir wollen in dem sehr nachgefragten Umland Hannovers Siedlungsflächen zur Verfügung stellen und damit den Leuten in der Nähe ihrer Arbeit Wohnraum ermöglichen. Aktuell gibt es im Stadtteil Empelde zwei neue Baugebiete, und es werden 128 öffentlich geförderte Wohnungen mit preiswerten Mieten entstehen. Auch für Ronnenberg und Weetzen wollen wir behutsam neue Baugebiete ausweisen."

Ulrich Bauer (Freie Wähler): "Neue Bauflächen müssen insbesondere jungen Familien angeboten werden, möglicherweise mit einem Kinderbaulandbonus nach dem Modell der Stadt Hannover. Das Investorenmodell im Geschosswohnungsbau mit Belegrechten für die Stadt ist eine Möglichkeit, Mietwohnungen für Geringverdiener zu schaffen. Der öffentlich geförderte Wohnungsbau in alleiniger Trägerschaft wäre aber die bessere Alternative."

Dieter Herbst (FDP): "Städte und Gemeinden können selbst kaum Wohnraum schaffen. Sie können aber Baugebiete ausweisen. Daran hat es in den letzten zehn bis 15 Jahren in Ronnenberg gemangelt. Neue Baugebiete für den kleinen Mehrgeschossbau sind der Schlüssel für Wohnraum. Das muss forciert werden."

Thorsten Kuhn (Die Linke): "Ich trete ein für eine Quote von mindestens 50 Prozent neuer, genehmigter Bauvorhaben für Sozialwohnungen. Zusätzlich sind die öffentlichen Bauträger GBH und KSG gefragt, deutlich mehr sozialen Wohnraum zu schaffen."

Felix Teichner (AfD): "In der Regel bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis für Wohnraum sowie der Mietspiegel. Die Tatsache, dass Wohnungen im niedrigen Preissegment rar sind, ist auf die unkontrollierte Masseneinwanderung zurückzuführen, die die Bundesregierung zu verantworten hat. Das kann nicht dazu führen, dass die Stadt hier nun Regulierungen vornehmen muss beziehungsweise in Verantwortung zu nehmen sei."

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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