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Willkommen im Tante-Emma-Laden

Ronnenberg Willkommen im Tante-Emma-Laden

Werner Piepers Einzelhandelsgeschäft ist bereits seit 28 Jahren geschlossen. Im Heimatmuseum Ronnenberg hat sein Laden aus den Fünfziger- bis Achtzigerjahren mit typischen Waren und Einrichtungsgegenständen dieser Zeit jedoch als Teil der Dauerausstellung einen neuen Platz gefunden.

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Neben einer Puppe als Kaufmann präsentieren Spender Werner Pieper (von links) sowie Monika und Lothar von der Heide den alten Kaufmannsladen als neuen Ausstellungsteil.

Quelle: Carsten Fricke

Ronnenberg. „Das sieht wunderbar aus“, sagt Pieper beim Anblick des rund neun Quadratmeter großen Ausstellungsbereichs, der seinem früheren Geschäft in Weetzen nachempfunden ist. Neben der alten Registrierkasse und einer klassischen Waage liegen Zeitschriften aus dem Jahr 1969. Ein Einkaufskorb ist mit einer Zigarrenkiste, Scheuerpulver, Zug- und Furunkelpflastern und einer Dose mit Lebertransalbe gefüllt. „Die sieht noch aus wie nagelneu“, befindet Pieper beim Blick in die Dose. „Die ist ja auch erst 60 Jahre alt“, sagt er schelmisch lächelnd.

1966 habe er das Geschäft seines Vaters – einen typischen Tante-Emma-Laden mit 40 Quadratmetern Verkaufsfläche – übernommen, erzählt der 81-Jährige. Zuvor hatte er schon einen kleinen Laden in Groß Munzel geführt. Die Einrichtung seines Weetzener Geschäfts und zahlreiche Waren hob er bis heute auf – zum Vorteil des Heimatmuseums.

„Das ist eine ganz große Bereicherung“, dankt Monika von der Heide für die umfangreiche Spende. „Herr Pieper hat noch so viele Sachen, dass wir noch zwei weitere dieser Räume hätten bauen können“, erzählt Lothar von der Heide, Vorsitzender des Museumsvereins. Für ihn und seine Ehefrau werden beim Stöbern durch den neuen Ausstellungsbereich immer wieder Erinnerungen lebendig, Das gilt für alte Waren ebenso wie für die Einrichtung, darunter zwei große Porzellankrüge, in denen sich einst Senf und Essig zum Abzapfen befanden. Selbst die Rechnung für beide Krüge samt Inhalt zum Preis von 20 und 23 Mark ist bis heute erhalten, ebenso wie Etiketten für alkoholische Getränke wie Wermut-Wein und Schnaps, die Pieper selbst abfüllte.

„Das wäre alles zu schade zum Wegwerfen“, betont Pieper. Das sieht Monika von der Heide genauso. „Hier bleibt es für die Nachwelt erhalten“, sagt sie.

Das Heimatmuseum Ronnenberg, Über den Beeken 13, ist sonntags von 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Für Sonntag, 14. August, lädt der Museumsverein zudem zum Sommerfest mit Musik des Gemischten Chores Ronnenberg und von DJ Otto ein.

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Von Carsten Fricke

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