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Willkommenskreis sucht Unterstützer

Benthe Willkommenskreis sucht Unterstützer

Seit Januar helfen 50 Ehrenamtliche in Benthe den Flüchtlingen aus Afghanistan, Syrien und Irak, sich in der Fremde zurechtzufinden. Dazu gehört auch Sprachunterricht für Kinder und Erwachsene.

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Die pensionierte Lehrerin Silvia Ventz-Heemann (rechts) gibt den Flüchtlingen dreimal in der Woche Sprachunterricht.

Quelle: Kerstin Siegmund

Benthe. Seit Jahresbeginn leben in Benthe Flüchtlingsfamilien aus Afghanistan, Syrien und Irak. Ihnen stehen etwa 50 Benther zur Seite, die ehrenamtlich und sehr aktiv helfen, dass sich die Schutzsuchenden in der Fremde zurechtfinden.

Der Helferkreis ist in der evangelischen Kirchengemeinde von Pastor Martin Funke angesiedelt, steht aber allen Benther Bürgern offen. Sie unterstützen die Flüchtlinge bei Behörden- und Arztbesuchen, aber auch beim Deutsch lernen. Eine von ihnen ist Silvia Ventz-Heemann. Die pensionierte Lehrerin kann von erstaunlichen Erfolgen berichten. 22 Asylsuchenden gibt sie drei- bis viermal wöchentlich Sprachunterricht. "Der älteste Teilnehmer ist 68 Jahre alt, kommt aus Afghanistan und ist Analphabet. Die ersten Wörter, die er lesen und schreiben lernt, sind deutsch", sagt die Bentherin. Bis auf eine Frau, die einen Säugling betreuen muss, würden alle Benther Flüchtlinge beim Unterricht mitmachen.

Sie trifft auf Menschen, die sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Viele seien Analphabeten, andere hätten studiert, sie sprechen arabisch, persisch oder kurdisch. "Für sie ist hier alles ungewohnt, sie leben auf engem Raum zusammen", sagt Ventz-Heemann. Mittlerweile hätten sich die meisten von ihnen einigermaßen zurechtgefunden. "Sie wollen jetzt selbst agieren und nicht mehr von uns bemuttert werden", sagt die Bentherin und berichtet, dass die Flüchtlinge ihre Arzttermine und auch die Einkäufe selbst machen.

Trotz  der Fortschritte sei Unterstützung weiter nötig. "Die Flüchtlinge wollen arbeiten und damit auch eine Gegenleistung für die Gastfreundschaft erbringen. Wir suchen Betriebe, in denen sie hospitieren können." Hilfe ist auch weiterhin bei Behördengängen nötig. "Ehrenamtliche, die nicht mehr berufstätig sind und Zeit haben, können sich gern unter Telefon (05108) 8769555 melden", sagt Ventz-Heemann.

Der Willkommenskreis trifft sich jeden ersten Dienstag eines Monats, das nächste Mal am 3. Mai, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus, Wallbrink 5.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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