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Wird Empelde der Kernstadt vorgezogen?

Ronnenberg Wird Empelde der Kernstadt vorgezogen?

Der Heimatbund-Vorsitzende Karl-Friedrich Seemann kritisiert, dass Ronnenbergs Politiker, egal welcher Partei, die Bedürfnisse und Interessen der Kernstadt nicht vertreten. Der Stadtteil Empelde werde stets vorgezogen. Was ist dran an diesem Vorwurf?

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Der Heimatbund mahnt bei der Stadt die Sanierung des Museums an.

Quelle: Carsten Fricke

Ronnenberg. Die Kritik ist heftig: „Die Bedürfnisse und Interessen der Kernstadt Ronnenberg werden von den politischen Gremien einschließlich der vor Ort gewählten Ratsmitglieder nicht vertreten“, formuliert Seemann in einem öffentlichen Brief.

Als Beispiel führt er die dringend notwendige Sanierung des Heimatmuseums und die Aufwertung der näheren Umgebung an. Er kritisiert, dass „seit geraumer Zeit ausschließlich Empelder Vorhaben“ wie Landschaftskunstpfad und Freibad gefördert würden. Diese Kritik weisen Ratspolitiker entschieden zurück.

„Ein schwerwiegender, aber völlig realitätsferner Vorwurf“, meint Ratsherr Paul Krause (SPD). Er nennt einige Beispiele für Leistungen in der Kernstadt. So wurde das Gemeinschaftshaus umfassend saniert und modernisiert, es erhielt ein neues Dach, Fenster und Barrierefreiheit, Bühnentechnik, Heizung und Lüftung sind erneuert worden. „Der Mietvertrag für das Gemeinschaftshaus in Empelde wurde stattdessen gekündigt“, ergänzt Krause.

Seine Auflistung umfasst auch die Modernisierung der Grundschule und der weiterführenden Marie-Curie-Schule, neue Krippen- und Kindergartengruppen für die Kernstadt, einen verbesserten Hort, moderne Straßenbeleuchtung, neue Fußwege am Mühlenrär und Weetzer Kirchweg, neue Abwasserkanäle sowie eine neue Friedhofseinfriedung. „Insgesamt ein beachtlicher Millionenaufwand nur in den letzten fünf Jahren“, ergänzt Krause. Alles Leistungen, die unmittelbar nützlich für die Einwohner seien. „Und es kommen auch jedes Jahr weitere hinzu“, sagt der Ratsherr.

Bürgermeisterin Stephanie Harms (CDU) ergänzt Krauses Auflistung. „In diesem Jahr wird in mehreren Abschnitten die Buswendeanlage im Ortszentrum modernisiert. Auch ein Beispiel dafür, dass Geld nach Ronnenberg fließt.“ Zudem biete das Bürgerbüro seit einiger Zeit den Bürgern sämtliche Dienstleistungen auch in Ronnenberg und nicht nur in Empelde an. Harms will nun das persönliche Gespräch mit dem Heimatbund-Vorsitzenden suchen. „Ich werde ihn ins Rathaus einladen.“

Dort wird die Bürgermeisterin wohl die Beweggründe erläutern, warum die Verwaltung vorerst nicht das Heimatmuseum renovieren lässt. „Die Fassadensanierung wird verschoben“, sagt Harms. Sie werde dem Rat vorschlagen, stattdessen die Umgestaltung des Standesamtes mit einem barrierefrei erreichbaren Trauzimmer vorzuziehen.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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