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Wohncontainer stehen leer

Ronnenberg Wohncontainer stehen leer

Weil deutlich weniger Flüchtlinge ankommen als erwartet, stehen in der Stadt Ronnenberg Unterkünfte leer. Ein weiteres Neubauprojekt wurde gänzlich auf Eis gelegt.

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Die Wohncontainer auf dem Festplatz sind bezugsfertig.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. „Wir optimieren derzeit die Unterbringung der Flüchtlinge“, sagt Ronnenbergs Erster Stadtrat Torsten Kölle. Konkret bedeutet dies, dass Familien aus den Gemeinschaftsunterkünften in Sozialwohnungen umziehen. In der kommenden Woche werden die ersten Wohnungen in den neuen Mehrfamilienhäusern an der Nenndorfer Straße in Empelde bezogen, kündigte Kölle gestern an.

Damit entspannt sich die Situation bei der Unterbringung weiter. Im vergangenen November ging die Stadt noch davon aus, dass sie bis Ende 2016 Wohnraum für etwa 1000 Flüchtlinge schaffen müsste. Weil sich die Europäische Union mit Hilfe der Türkei seit Monaten abschottet und deutlich weniger Schutzsuchende in Deutschland und damit auch in den Kommunen ankommen, werden die neu gebauten Gemeinschaftsunterkünfte vorerst nicht benötigt.

Im Containerbau auf dem Festplatz in Empelde, der ursprünglich für 100 Bewohner konzipiert war, leben lediglich 39 Personen. „Wir haben nun deutlich mehr Platz für Gemeinschaftsräume“, sagt Kölle. Auf dem Festplatz in Ronnenberg sollten ebenfalls bis zu 100 Asylsuchende einquartiert werden. Am 8. September wird diese Unterkunft bezugsfertig sein. Laut Kölle steht sie dann auf unbestimmte Zeit leer.

Wegen des verringerten Zuzugs von Asylsuchenden hat die Stadt Ronnenberg einige Vorhaben zur Unterbringung sogar gestoppt. Dazu gehört ein Projekt unmittelbar am Rathaus in Empelde. Auf dem städtischen Grundstück sind die Erschließungsarbeiten bereits erledigt. Mehrfamilienhäuser aus dem Wohnraumbeschaffungskonzept der Stadt werden dort bis auf Weiteres aber nicht gebaut.

Derzeit leben 470 Asylsuchende in Ronnenberg. Bis Ende September werden 85 weitere Flüchtlinge erwartet. Trotz der deutlich geringeren Anzahl Asylsuchender will die Stadt auf die neu gebauten Gemeinschaftsunterkünfte nicht verzichten. „Wir wissen nicht, was kommt“, meint Kölle und verweist auf die zahlreichen Krisenherde in der Welt.

Gestoppt wurden aber Vorhaben wie der Umbau der früheren Zulassungsstelle der Region an der Hamelner Straße in Ronnenberg zur Gemeinschaftsunterkunft. Auch die seit Jahrzehnten von privat angemietete Asylbewerberunterkunft auf dem Zuckergfabriksgelände in Weetzen steht zur Disposition.

Und wie sieht es in den anderen Kommunen aus?

Die Stadt Gehrden hat Pläne, außer dem bereits fertig gestellten Flüchtlingsheim am Bünteweg ein weiteres Quartier für Zuwanderer an der Straße Im Knüllfeld zu errichten, erst einmal auf Eis gelegt. Das Vorhaben wurde angesichts der rückläufigen Zahlen von Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten bis auf Weiteres gestoppt.

Die Gemeinde Wennigsen hat ihre Quote von 129 Flüchtlingen fast schon erfüllt und muss bis Ende September nur noch sechs Personen aufnehmen. Auch „für die Folgezeit wurde eine drastische Reduzierung der Quote angekündigt“, sagt die Fachbereichsleiterin Barbara Zunker. Den zweiten Bauabschnitt für die Gemeinschaftsunterkunft an der Max-Planck-Straße hat die Verwaltung zurückgestellt. Angemietete Wohnungen werden reduziert und die Belegung durch Umverteilungen etwas großzügiger gestaltet.

In Barsinghausen verzögert sich die Fertigstellung der beiden im Bau befindlichen Flüchtlingsunterkünfte an der Einsteinstraße und am Rottkampweg. Die Fertigstellung der Außenanlagen dauert deutlich länger als ursprünglich vorgesehen. Das Hannah-Arendt-Gymnasium hat bereits reagiert und das für den 16. September geplante Willkommensfest für die ersten Bewohner an der Einsteinstraße auf den 21. Oktober verlegt

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Auf dem Festplatz bleiben die Jugendlichen unter sich. In die benachbarten Wohncontainer ziehen vorerst keine Flüchtlinge ein.

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Quelle: Kerstin Siegmund
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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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