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Stadt lässt Bäume für Wohnungen roden

Empelde Stadt lässt Bäume für Wohnungen roden

An der Nenndorfer Straße werden auf einer 2000 Quadratmeter großen Fläche die Bäume gerodet. Anlass ist der Bau eines dreigeschossigen Wohngebäudes. Die Stadt Ronnenberg will sich die Belegungsrechte für die Wohnungen sichern, damit dort Menschen ohne eigenes Einkommen, auch Flüchtlingsfamilien, einziehen können.

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Die Sadt lässt Bäume roden, damit ein Wohnhaus gebaut werden kann. Auch Flüchtlingsfamilien sollen dort einziehen.

Quelle: Symbolbild

Ronnenberg. Die Stadt ist verpflichtet, Wohnraum für Flüchtlinge bereitzustellen. In einem ersten Bauabschnitt soll an der Nenndorfer Straße ein Mehrfamilienhaus errichtet werden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Oktober beginnen.

Für diesen Bereich ändert die Stadt derzeit den Bebauungsplan. Nach Angaben der Verwaltung will ein Wohnungsbauunternehmen kurzfristig den Bauantrag für das Mietshaus stellen. „Die konkrete Ausgestaltung dieses Wohnbauprojektes wird zwischen Stadt und Wohnungsbauunternehmen zurzeit abgestimmt“, teilt die Verwaltung weiter mit.

Ehrgeiziges Ziel sei es, noch im Oktober mit den Bauarbeiten zu beginnen. Deshalb müsse das Grundstück jetzt freigemacht, also der Bewuchs beseitigt werden, damit die erforderlichen Vermessungsarbeiten und Baugrunduntersuchungen beginnen können.

Die Rodung der Bäume und Sträucher soll am 19. und 20. August ausgeführt werden - vorerst nur auf der Fläche für den ersten Bauabschnitt. Dazu hat die Stadt einer Fachfirma den Auftrag erteilt. Der Baum- und Heckenbestand wurde laut Verwaltung bereits auf Nisthöhlen von Vögeln oder Ruhestätten geschützter Tierarten untersucht. Diese seien nicht gefunden worden, sodass die Rodungsarbeiten erledigt werden können - wegen der sachlichen und zeitlichen Dringlichkeit schon früher als am 30. September. Dieses Datum schreibt das Naturschutzgesetz vor.

Obwohl die Stadt nach eigenen Angaben nicht dazu verpflichtet sei, den Eingriff in die Natur auszugleichen, soll für die Beseitigung der Bäume und Hecken eine Gutschrift auf dem städtischen Ökokonto erfolgen.

„Für die nach der Baumschutzsatzung geschützten Arten werden Ersatzpflanzungen an geeigneten Stellen im Stadtgebiet vorgenommen“, heißt es dazu im Rathaus.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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