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Zentralküche ist logistische Herausforderung

Empelde Zentralküche ist logistische Herausforderung

Die Zentralküche des Klinikums Region Hannover (KRH) in Empelde ist die größte bundesweit - und eine logistische Herausforderung. Mit vier Tonnen Lebensmitteln und Material wird pro Tag gearbeitet. Die Laufbänder sind fast rund um die Uhr in Betrieb.

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Quelle: Hartung

Empelde. Von Empelde aus werden alle zwölf Krankenhäuser beliefert, die dem Klinikum angeschlossen sind. Je 4000 Frühstücke, Mittagessen und Abendessen werden täglich produziert. 15 Lastwagen bringen die Mahlzeiten in die Krankenhäuser. "Damit sind wir bundesweit die größte Zentralküche eines Klinikums", sagte Inge Schweinebraten von der KRH-Servicegesellschaft am Montag bei einer Besichtigung der CDU-Regionsfraktion.

Seit knapp eineinhalb Jahren befindet sich die Zentralküche des Klinikums in Empelde. Die Betriebsleiterin räumt ein, dass es anfangs durchaus "Kinderkrankheiten gab, die wir aber in den Griff bekommen haben". Besteck, Brot oder Tassen sollten beispielsweise nicht auf dem gleichen Tablett wie Wurst, Käse oder Kuchen gekühlt werden. Patienten hätten sich darüber beschwert. Auch ein heißer Kaffee sei in einer kalten Tasse nicht mehr schmackhaft, wenn er beim Patienten ankomme. "Oft sind es Kleinigkeiten, die man verändern muss", sagte Inge Schweinebraten.

Bei einer derart großen logistischen Herausforderung können solche Fehler schnell passieren. Pro Schicht arbeiten bis zu 70 Mitarbeiter in der Küche, in jeder der drei Schichten läuft das Band siebeneinhalb Stunden. Das Mittagessen entsteht nach dem Verfahren Cook & Chill. Das bedeutet: Nach dem Kochen kommt es in die Kühlung, wo es bei einer Temperatur von zwei Grad Celsius frisch gehalten wird. In speziellen Transportwagen kommt das Essen in die Krankenhäuser. Praktisch: In diesen Wagen kann das Essen direkt auf den Stationen wieder erwärmt werden. Diese Tablettwagen sind so gebaut, dass Salat und Nachtisch kalt bleiben.

Dass noch nicht alles in Butter ist, weiß Inge Schweinebraten natürlich auch. Für die Zukunft wünscht sie sich eine Verjüngung ihres Teams. "Unsere Mitarbeiter sind überwiegend 50 Jahre alt. Wir brauchen junge Leute, aber das gibt der Arbeitsmarkt nicht her." Auch die Küchenleitung ist nach wie vor nicht komplett. Chef Sven Müller ist nach einem Motorradunfall noch nicht wieder dienstfähig.

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Von Stephan Hartung

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