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Zwei Windräder am Vörier Berg sollen weichen

Ronnenberg Zwei Windräder am Vörier Berg sollen weichen

Rückbau statt Repowering: Am Vörier Berg sollen schon im September zwei der drei Windräder verschwinden. Das ist das Ergebnis monatelanger Gespräche der Region Hannover mit den Betreibern der Windenergieanlagen.

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Quelle: dpa

Ronnenberg. „Die Region Hannover betrachtet den Standort als nicht zukunftsfähig“, sagt der Erste Regionsrat Axel Priebs, zuständiger Dezernent für Umwelt, Planung und Bauen. Die Energieunternehmen RWE und Avacon Natur hatten beantragt, ihre Mitte der achtziger Jahre errichteten Windräder durch höhere Anlagen mit einer größeren Leistung zu ersetzen (Repowering). Für die Errichtung der Anlagen im Landschaftsschutzgebiet Landwehr-Süllberg waren schon vor rund 30 Jahren Ausnahmegenehmigungen notwendig. Diese hätten nach Angaben der Region für zwei der Windräder nicht erneuert oder verlängert werden können. Zudem können die nötigen Abstände zu Holtensen und Lüdersen nicht eingehalten werden. Beide Orte liegen nur rund 400 beziehungsweise 600 Meter von den Anlagen entfernt.

„Natürlich bedauern wir die Entscheidung, können sie aber nachvollziehen und werden uns an anderen Stellen um Alternativen bemühen“, sagt Volkmar Behr, Geschäftsführer der Avacon Natur GmbH. „Eine einvernehmliche Lösung war uns wichtig“, betont Priebs. Planungsbehörde und Betreiber hatten weiterhin das gemeinsame Ziel, die Windenergie maßvoll und mit größtmöglicher Akzeptanz auszubauen. „Es ist gut, dass es jetzt eine klare Entscheidung gibt“, sagt Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke. „Ein Repowering hätte meines Erachtens zu unendlichen Gerichtsprozessen geführt.“ Vor allem wegen der geringen Abstände der Anlagen zu Holtensen und Lüdersen habe es zahlreiche Bedenken und Eingaben gegeben. „Als die Windräder damals errichtet wurden, gab es noch keine klaren Empfehlungen, wie weit sie von Ortschaften entfernt sein sollten“, sagt Meineke.

Meineke hob aber auch hervor, dass sich trotz der geringen Abstände zu den Dörfern viele Anwohner in Gesprächen und per E-Mail klar für die Anlagen ausgesprochen hätten. Die Planungshoheit liege aber bei der Region Hannover. „Im kommunalen Klimaschutz-Aktionsprogramm sind die Anlagen noch für ein Repowering vorgesehen“, sagt der Bürgermeister. Dieses werde die Gemeinde nun entsprechend anpassen.

Von Carsten Fricke

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