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Zweite Grundschule am Waizenkamp?

Empelde Zweite Grundschule am Waizenkamp?

Für die Grünen im Rat der Stadt ist der Standort für eine zweite Grundschule im größten Stadtteil Empelde noch längst nicht beschlossene Sache. Die Verwaltung hat unter anderem den Hartplatz der Bezirkssportanlage an der Gesamtschule vorgeschlagen.

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Am Waizenkamp in Empelde entsteht ein neues Wohnquartier. Muss dort auch eine zweite Grundschule gebaut werden?

Quelle: Rodriguez

Empelde. Auch andere Standorte müssen diskutiert werden. Daran lassen Ronnenbergs Grüne keinen Zweifel. Die Ratsfraktion fordert die Stadtverwaltung auf, den Bereich Waizenkamp im Norden des Ortes genauer zu prüfen. Dort entsteht zurzeit ein neues Wohnquartier. Mehrere Investoren lassen Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 130 Sozialwohnungen bauen. Die ersten Wohnungen sollen noch in diesem Jahr bezugsfertig sein.

"Dort würde eine dem Bedarf entsprechende Ganztagsgrundschule eine enorme soziale Aufwertung des neuen Wohngebietes bedeuten", sagt der grüne Ratsherr Andreas Beichler. In die neuen Häuser am Waizenkamp sollen vorrangig Flüchtlingsfamilien einziehen. "Eine Grundschule könnte den viel beschworenen Integrationsbemühungen einen Schub verleihen", sagt Beichler. "Die steigenden Zahlen der Menschen, die neu zu uns kommen, machen nicht nur einen neuen Grundschulstandort notwendig", ergänzt der Ratspolitiker.

Ebenso sei zu prüfen, ob dort nicht auch eine Schulsporthalle gebaut werden müsse. "Die Hallennutzungszeiten in Empelde sind schon jetzt völlig ausgereizt. Und eine neue Ganztagsgrundschule benötigt verlässliche Hallenzeiten", sagt Beichler. Deshalb sei das Argument der Stadtverwaltung, am Standort Hartplatz sei eine Sporthalle vorhanden und eine neue müsse nicht gebaut werden, mindestens fragwürdig.

Eine Ganztagsgrundschule, die vor allem von der SPD seit Jahren gefordert wird, könnte auch die Betreuung von Kindern berufstätiger Eltern sicherstellen. Die Verwaltung hat 100 000 Euro Planungskosten in den Stadtetat eingestellt. Die politische Entscheidung soll voraussichtlich im September fallen, denn der Antrag für eine Ganztagsgrundschule ab Sommer 2017 muss bis 1. Dezember dieses Jahres bei der Landesschulbehörde vorliegen.

In der Theodor-Heuss-Grundschule an der Barbarastraße fehlen nach Berechnungen der Verwaltung und der Schulleitung etwa zehn Räume – für den Ganztagsbetrieb und wegen der Kinder aus Familien, die in Sozialwohnungen am Waizenkamp und am Rathaus einziehen werden.

Die Verwaltung hat den Ratsfraktionen fünf Standorte für eine zweite Grundschule vorgeschlagen:

am nördlichen Ortsrand im Baugebiet Waizenkamp,

am südlichen Ortsausgang, zwischen Bahntrasse und Ronnenberger Straße,

an Schule und Hort an der Barbarastraße,

am Ententeich an der Marie-Curie-Schule am Sportpark,

auf dem Hartplatz der Bezirkssportanlage Auf dem Hagen.

Dieser Standort hat für den Ersten Stadtrat Torsten Kölle, in der Verwaltung zuständig für den Fachbereich Bildung, Vorteile:

direkt an der Gesamtschule gelegen, die Primarstufe könnte dort angebunden werden. Eine Turnhalle ist vorhanden. Weitere Sport- und Freizeitangebote wie Soccer und Beachvolleyball könnten angeboten werden, auch für den Vereinssport.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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