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140 Teilnehmer des Großprojekts LebensZeit treffen sich zum ersten Mal

Seelze/Berenbostel 140 Teilnehmer des Großprojekts LebensZeit treffen sich zum ersten Mal

Für das Bühnenprojekt LebensZeit 2016 der Lebenshilfe Seelze war gestern ein besonderer Tag: Zum ersten Mal sind alle 140 Projektteilnehmer zu einer gemeinsamen Probe in der Rudolf-Harbig-Halle in Berenbostel zusammengekommen.

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Jan Hendrik Rübel (großes Bild) gibt einen Vorgeschmack mit seinem Cello. Conny Berg (kleines Bild, von links), Corinna Bruggaier, Alexander Hauer und Rieke Scholle von Opus Einhundert betreuen das Projekt. Remmer (2)

Quelle: Sandra Remmer

Seelze. Für die Lebenshilfe in Seelze ist es eine Premiere. Niemals zuvor hat die Einrichtung ein derart großes Vorhaben gestemmt wie LebensZeit, bei dem 140 Menschen mit und ohne Behinderung im Juni gemeinsam auf der Bühne stehen wollen. 50 Jahre wird die Einrichtung in diesem Jahr alt - und da passt ein solches Großvorhaben gut ins Festprogramm.

„Inklusiv, generationsübergreifend, jung und alt, mit und ohne Behinderung“, nennt Mark Ormerod von der Lebenshilfe Stichworte, die das Inklusionsprojekt beschreiben. Gemeinsam mit seiner Kollegin Claudia Wille ist der Sozialpädagoge verantwortlich für das LebensZeit-Projekt. „Bisher waren wir nur bei ähnlichen Aktionen als Gäste dabei, nun sind wir zum ersten Mal selber Gastgeber“, meint Ormerod. Er sei froh, bei so einer besonderen Aufführung mitwirken zu dürfen, sagt er. Es sei eine „tolle Erfahrung“ zu sehen, wie etwas Neues zwischen Menschen entstehe, die sich vorher nicht kannten.

Funktioniert hat das erste Zusammentreffen aller Beteiligten gestern in der Rudolf-Harbig-Halle erstaunlich gut. Fast schon routiniert fügten sich die verschiedenen Gruppen, die bisher nur einzeln geübt hatten, zu einer großen zusammen. Erste Schrittfolgen wurden einstudiert und klappten fast auf Anhieb. Das erste Zusammenkommen aller Akteure nutzte auch Jan Hendrik Rübel von der NDR Radiophilharmonie, um sich und sein Cello vorzustellen. Während der Aufführungen im Juni wird er gemeinsam mit seinem Ensemble Oktoplus für die Musik zuständig sein. Einen Vorgeschmack seines musikalischen Könnens gab er gestern in der Turnhalle - wobei alle auf der Tribüne konzentriert und still zuhörten, bevor sie das Spiel des Cellisten mit tosendem Applaus belohnten.

„Das ist ein Geschenk der Stadt Garbsen, dass wir diese Halle nutzen dürfen“, sagt Karin Gottfried, Pressesprecherin der Lebenshilfe Seelze, die selbst zusammen mit Teilnehmern der Tanzgruppe und der Musikgruppe LeWiS im Juni auf der Bühne stehen will. Durch ihr Platzangebot eigne sich die Halle mit dazugehörigem Foyer, Parkplätzen, Küche und sanitären Einrichtungen perfekt.

Weitere Teilnehmer des Projekts sind Schüler der Georg-Elsner-Hauptschule in Berenbostel, der IGS Wunstorf, der Anne-Frank-Schule und der Regenbogenschule aus Seelze, der Internationale Kinderchor Kleine Sterneaus Seelze, die neu gegründete Tanzgruppe 40+ sowie der Bauhof Wunstorf.

Von Sandra Remmer

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