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Klasse Künstler, klasse Publikum

Seelze Klasse Künstler, klasse Publikum

Die 16. MuSe-Festival ist vorbei. Die Organisatoren erhielten so viel Zuspruch vom Publikum wie noch bei keinem Festival zuvor. Christoph Slaby, künstlerische Leiter, ist davon überzeugt, dass die 16. MuSe die beste war. "Die Qualität spricht das Publikum an. Viele Besucher kommen von außerhalb".

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Konzertpause: Im Garten von St. Martin redet das Publikum über musikalische Eindrücke.

Quelle: Treeske Hönemann

Seelze. Wie viele Besucher letztendlich gekommen waren zu den sieben Veranstaltungen, kann Slaby noch nicht sagen. Eins aber steht fest: „Wir haben erneut eine deutliche Steigerung erzielt. Die Qualität spricht das Publikum an. Viele Besucher kommen von außerhalb“, sagt Slaby. Für jeden Geschmack sei etwas dabei gewesen. „Man sieht es auch daran, dass immer wieder auch andere Leute zu uns gekommen sind.“

Für Slaby war jedes Konzert ein Favorit. Das liegt auch daran, dass er und sein Partner Robert Leschik sich Träume erfüllen konnten. Zum Beispiel das Konzert mit Kompositionen von Ludovico Einaudi. „Das war ein Highlight. Ich habe alle CDs von Einaudi. Aber kein Interpret reicht heran an unseren Pianisten Moto Harada“, urteilt Slaby. Harada sei eigentlich ein klassischer Pianist und habe kaum mit Filmmusik zu tun. Er habe Einaudi excellent gespielt, dabei sei der italienische Komponist schwer zu interpretieren. „Ich habe Harada gesagt, er soll sich das Niveau erhalten. Dann können wir im September in St. Martin eine CD aufnehmen.“

Zu den absoluten Spitzenmusikern zählt Slaby auch die Pianistin Ekaterina Litvintseva. „Sie hat fantastisch gespielt.“ Slaby möchte sie bei der 17. MuSe dabei haben. Die gebürtige Russin wurde in St. Martin von der Klassischen Philharmonie Bonn begleitet. Dass dieses Konzert überhaupt möglich wurde, ist dem Mäzen Reinhard Niemann aus Köln zu verdanken. „Herrn Niemann müssen wir uns nicht nur warm, sondern heiß halten.“ Auch das Orchester schwärme immer noch vom Gastspiel. „Solch ein Publikum wie in Seelze, dass die Künstler warmherzig aufnimmt und viel Applaus gibt, ist selten“, sagt Slaby. Zu den Highlights des 16. Festivals gehöre auch der Auftritt von Maria Markesini mit den Klazz Brothers. So einen eleganten Klang habe er lange nicht gehört und solch eine künstlerische Klasse in Seelze auch lange nicht erlebt.

Nach der MuSe ist vor der MuSe. Auf Slabys Schreibtisch liegen eine ganze Menge von Bewerbungen von Künstlern. Er und Leschik werden sie in Ruhe studieren. Das Motto der 17. MuSe lautet „Nichts aus der Konserve“. Zum Auftakt am 22. Juni spielt das Bundespolizeiorchester unter der Flutbrücke. „Was noch hinzu kommt, werden wir sehen. Vor 16 Jahren haben wir jedenfalls nicht gedacht, dass unser Festival so lange Bestand hat. Dann haben wir uns gesagt, ach, machen wir noch ein Jahr. Jetzt wollen wir 50 Festivals schaffen“, sagt Slaby und lacht.

von Treeske Hönemann

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