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Abwasser darf weiter in Leine geleitet werden

Seelze Abwasser darf weiter in Leine geleitet werden

Das Chemieunternehmen Honeywell darf weiter gereinigte Abwässer in die Leine einleiten. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat die erforderliche gehobene wasserrechtliche Erlaubnis dafür erteilt.

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Der Chemiekonzern Honeywell will weiterhin Abwasser in die Leine leiten.

Quelle: Sandra Remmer

Seelze. Das Verfahren hatte Ende Januar vergangenen Jahres mit dem Antrag der Firma begonnen, der einen Monat öffentlich ausgelegt wurde. Bereits Mitte 2014 hatte Honeywell Anlieger über das Vorhaben informiert. Dabei hatte das Chemieunternehmen angekündigt, die Abwassermenge um 25 Prozent von 4,2 Millionen Kubikmeter auf künftig 3,1 Millionen Kubikmeter im Jahr zu verringern. Das seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Seelze ansässige Unternehmen habe schon immer Abwasser in die Leine geleitet, hatte Werkleiter Bernd Schönbeck den Anliegern erklärt. Bei der Produktion bleibe meist Flüssigkeit übrig, die Reste von Chemikalien enthalte. Die werkseigene Abwasserbehandlungsanlage reinige diese, bevor sie in die Leine geleitet werden. Die dafür vorliegende Genehmigung müsse 2016 verlängert werden, hieß es.

Honeywell betonte die existentielle Bedeutung der Genehmigung. Werde diese versagt, könne der Standort Seelze im Prinzip aufgegeben werden. Um eine neue Erlaubnis zu erhalten, hatte Honeywell eine Umweltberatungsfirma engagiert, die eine Reduzierung der Schadstoffe um 25 Prozent und die Einhaltung aller Grenzwerte versprach. Insgesamt bescheinigte die Beratungsfirma der Leine einen guten chemischen Zustand.

Jetzt hat das NLWKN die Genehmigung erteilt. „Die Regelung umfasst neben dem Abwasser aus der chemischen Produktion auch die Mitbehandlung von kontaminiertem Grundwasser aus einer Altlast auf dem Betriebsgelände sowie die Annahme und Mitbehandlung sogenannter Fremdabwasser aus anderen Betrieben“, sagt Stefanie Rennspieß vom NLWKN in Hannover zum Umfang der Erlaubnis.

Die komplette Genehmigung können Interessierte ab Donnerstag, 18. Februar, zwei Wochen lang in den Rathäusern von Seelze, Garbsen, Wunstorf und Neustadt einsehen. Die Unterlagen sind zudem auf nlwkn.niedersachsen.de unter der Rubrik „Aktuelles“ im Unterpunkt „Öffentliche Bekanntmachungen“ zu finden. Mit dem Abschluss der öffentlichen Auslegung endet das Verfahren, wie das NLWKN mitteilt.

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