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Aller warnt vor Wohnungsnot in der Stadt

Seelze Aller warnt vor Wohnungsnot in der Stadt

Heinrich Aller schlägt Alarm: Der Wohnungsmarkt in Seelze sei leer gefegt. Bislang hat die Stadt erfolgreich Flüchtlinge in Wohnungen unterbringen können. Nun werde dringend sozial geförderter Wohnungsbau benötigt, sagte der Sozialdemokrat.

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Viele Besucher verfolgen die Ratssitzung, im Vordergrund Heinrich Aller (zweiter von links).

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Aller verwies auf den Haushalt für 2016, in dem 3,1 Millionen Euro für die Betreuung von Flüchtlingen eingestellt sind. „Wir sollten nicht so tun, als ob das nicht bekannt wäre.“ Bislang hat die Stadt erfolgreich Flüchtlinge in Wohnungen unterbringen können. Jetzt sei der Wohnungsmarkt in Seelze leer gefegt. „Wir brauchen sozial geförderten Wohnungsbau“, sagte Aller in der Ratssitzung am Donnerstagabend. Er wisse von einem Seelzer, der sich 47-mal erfolglos um eine Wohnung beworben habe. „Der Pfropfen muss von der Flasche, es muss eine Entlastung geben“, forderte Aller.

Der Ratsherr habe Recht, sagte der Erste Stadtrat Karsten Balzer - auch wenn das Geld für die Bewältigung der Flüchtlingskrise im nächsten Jahr nicht direkt mit der Frage nach der Schaffung neuen Wohnraums verbunden sei. „Wir finden keinen Investor, der das macht“, nannte Balzer den Haupthinderungsgrund. Wenn der Bauherr alle aktuellen Vorschriften befolge, müsse er auf eine Miete von 7,50 bis 8 Euro kommen.

Im sozialen Wohnungsbau seien aber 5,50 Euro das Maß der Dinge, zudem müsse der Investor auch noch Belegrechte an die öffentliche Hand abtreten. Um das Problem zu lösen, müsse der Bund ein Millionenprogramm auflegen. Sozialer Wohnungsbau könne nur mit Zuschüssen auf den Weg gebracht werden, neben dem Bund seien deshalb auch die Länder gefordert. Für die Obentrautstadt sieht Balzer die zusätzliche Schwierigkeit, dass es keine Flächen für Wohnungsbau gebe. Deshalb müsse der Flächennutzungsplan überarbeitet werden. Er rechne damit, in den nächsten Jahren in Seelze 1000 Menschen unterbringen zu müssen.

Von Thomas Tschörner

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