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Cordes: Bahntrasse nicht im Wahlkampf nutzen

Seelze Cordes: Bahntrasse nicht im Wahlkampf nutzen

Almhorsts Ortsbürgermeisterin Petra Cordes appelliert an Seelzes Kommunalpolitik, die Bahntrasse nicht zum Wahlkampfthema zu machen. So habe die SPD-Fraktion der CDU das Ausspielen der Stadtteile gegeneinander vorgeworfen, obwohl der Rat den Ausbau der vorhandenen Bahntrasse befürwortet hatte.

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Die Stadt hat den möglichen Verlauf der Bahntrasse in Seelzes Süden eingezeichnet.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Das Thema "Bahntrasse" sollte kein Wahlkampfthema werden, sagt Almhorsts Ortsbürgermeisterin Petra Cordes."Dafür ist es zu wichtig und zu bedeutsam für Seelzes Zukunft und die Bewohner in allen Ortsteilen." Schuldzuweisungen in die eine wie die andere Richtung brächten die Stadt nicht weiter. Vielmehr sei es nötig, den Schulterschluss zu suchen und gemeinsam, auch mit der Bürgerinitiative, lösungsorientiert für Seelze zu arbeiten.

Cordes reagiert damit auf eine Stellungnahme der SPD-Ratsfraktion. SPD-Fraktionschef Alexander Masthoff und die bau- und umweltpolitische Sprecherin Susanne Richter hatten Bürgermeister Detlef Schallhorn und der "ihm eng verbundenen CDU" vorgeworfen, für einen trassennahen Ausbau zu sein und die Stadtteile gegeneinander auszuspielen. Nötig ist aber nach Auffassung der SPD eine "ganzheitliche Betrachtung". Weil die Stadt schon stark belastet sei, lehne die SPD sowohl eine neue Trasse als auch einen trassennahen Ausbau ab. Cordes verweist auf die Stellungnahme der Stadt zum Regionalen Raumordnungsprogramm, in der unter anderem eine neue Bahntrasse abgelehnt wurde und dafür der trassennahe Ausbau gefordert wurde. Dies hat der Rat Ende November einstimmig beschlossen. Im Ausschuss für Bau und Umwelt habe der Vorsitzende Heiko Hoffknecht zuvor angemerkt, dass er davon ausgehe, dass allen Anwesenden die Konsequenzen daraus bewusst seien, berichtet Cordes. "Die Äußerungen von Herrn Masthoff und Frau Richter, in denen sie der CDU das gegeneinander Ausspielen der Stadtteile vorwerfen, polarisieren und sind dumpfes Wahlkampfgetöse ohne Substanz."

Seelze sei eine Eisenbahnerstadt. Die 1847 eröffnete Bahnlinie sei eine tragende Transportlinie nicht nur für Niedersachsen. "Jede Wirtschaftsachse wird früher oder später modernisiert." Niemand könne glauben, dass die Trasse überflüssig werde. Dennoch sei zu hinterfragen, ob überhaupt ein Neubau oder Ausbau notwendig sei. Dafür sei ein Schulterschluss mit der Bürgerinitiative und eine lösungsorientierte Arbeit notwendig, fordert Cordes.

Der Verlauf der Diskussion: Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 hat die Stadt aufgeschreckt: Vorgesehen ist eine durch das südliche Seelze verlaufende neue zweigleisige Bahntrasse, mit der die vorhandenen Gleise entlastet und die Strecke Hannover–Minden verbessert werden soll. Von Letter abzweigend sollen die neuen Gleise nördlich von Harenberg und Döteberg durch das Gebiet Seelze-Süd und weiter zwischen Almhorst und Almhorster Wald Richtung Barsinghausen verlaufen.Der Rat und eine Bürgerinitiative haben gegen die Idee bereits Stellung bezogen. Die Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD) sind ebenfalls gegen eine neue Trasse und favorisieren stattdessen den Ausbau der vorhandenen Strecke. Gegen den trassennahen Ausbau protestiert Lohndes CDU. Zuletzt hatte sich die SPD-Ratsfraktion sowohl gegen einen Neubau als auch einen trassennahen Ausbau ausgesprochen.

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Ein möglicher Ausbau der vorhandenen Bahntrasse beunruhigt viele Menschen in Lohnde (unser Bild) und Gümmer.

Quelle: Thomas Tschörner

Von Thomas Tschörner

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