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Wind macht Bootsfahrschülern zu schaffen

Seelze Wind macht Bootsfahrschülern zu schaffen

Ablegen, Aufstoppen, Wenden auf engstem Raum, Anlegen und das "Mann über Bord"-Manöver: Diese praktischen Fähigkeiten werden von Inhabern eines Sportbootführerscheins neben zahlreichen theoretischen Kenntnissen verlangt. In Lohnde haben sich drei Kandidaten auf dem Kanal für die Prüfung vorbereitet.

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Ausbilder Heiko Ebkes (rechts) erklärt Fahrschüler Simon Röttger ein Manöver.

Quelle: Thomas Tschörner

Lohnde. Das theoretische Wissen vermittelt Heiko Ebkes, Inhaber der Yachtfahrschule in Lohnde, per Online-Ausbildung. Damit können sich künftigen Freizeitkapitäne ihre Zeit frei einteilen und möglicherweise auch sparen. Wer sich anstrengt und es in einem Monat schafft, ist mit 85 Euro plus Mehrwertsteuer dabei. Doch die Theorie ist nur eine Seite der Fahrerlaubnis für das Motorboot. Am Freitag haben deshalb Karin Enger, Simon Röttger und Tim Triefenbach unter Anleitung von Ebkes die Praxis geübt.

Simon Röttger will schon am Sonntag seine Prüfung ablegen - in Düsseldorf auf dem Rhein. "Das war der günstigste Termin", sagt er. Seine Mitstreiter sind erst am 21. Mai an der Reihe. Röttger hat bereits ein Intensivwochenende hinter sich und in den vergangenen zwei Wochen die Theorie gebüffelt. Bis auf ein, zwei Knoten, die er noch üben muss, ist er sattelfest. In Lohnde hat er auf Ebkes "Keen Tied" geübt, einem 7,50 Meter langen Boot mit 150 PS. Wie sich das Prüfungsboot in Düsseldorf fährt, weiß er nicht. Deshalb hat Röttger sicherheitshalber noch zwei Fahrstunden am Vormittag in Düsseldorf gebucht, bevor mittags seine Prüfung beginnt.

Auf dem Stichkanal kommt es darauf an, nicht zu früh, aber doch rechtzeitig das Gas wegzunehmen. Dabei ist Gefühl für das Boot wichtig. Schließlich soll es genau an der richtigen Stelle stoppen können, und beim Anlegen nicht gegen die Spundwand krachen. Eine Herausforderung ist die Übung, bei der ein über Bord gegangener Mitfahrer - dargestellt von einer Boje - wieder ins Boot geholt werden muss. Dabei muss das Boot ein Stück weiterfahren, wenden und dicht an der Boje vorbeigleiten, sodass sie ins Boot gehoben werden kann. Keinesfalls darf der Fahrer die Boje rammen. 

Alle Übungen werden durch Wind erschwert, der das Boot abtreiben lässt oder es beim Anlegen auch ans Ufer drücken kann. Hin und wieder ist deshalb ein neuer Anlauf erforderlich. Falls einer gestresst ist, lässt er sich nichts anmerken. Nicht zuletzt wohl auch deshalb, weil Ebkes bei allen Aktionen die Ruhe selbst bleibt.

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Von Thomas Tschörner

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