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Integration beginnt mit der Begegnung

Seelze Integration beginnt mit der Begegnung

Musik verbindet Generationen und Kulturen: Das wird am Donnerstagabend in den Räumen des Kursana Domizils deutlich. In einem bunten Kulturfest wird die Wanderausstellung "Ich bin es" mit Porträts von Geflüchteten gezeigt. Mahmoud Ramadan animiert das Publikum mit traditionellen Trommelrhythmen zum Tanzen.

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Mahmoud Ramadan animiert mit traditionellen Rhythmen zum Tanzen. Bei dem Fest im Kursana Domizil begegnen sich verschiedene Generationen und Kulturen.

Quelle: Rebecca Hürter

Letter. 1985 ist Ramadan aus dem Libanon geflohen und hat in Seelze ein neues Zuhause gefunden. „Schon damals habe ich für die Flüchtlinge getrommelt“, erzählt er. Die Stadt Seelze habe ihm sehr dabei geholfen, in der neuen Umgebung heimisch zu werden. Heute ist er froh, etwas zurückgeben zu können. Mit seiner Musik ist er weit über die Grenzen Seelzes hinaus bekannt und ist schon durch ganz Europa getourt.

Zu Ramadans Trommelrhythmen tanzen auch einige Senioren aus dem Kursana Domizil. „Wir können mit den Bewohnern nicht mehr in das Gemeindeleben gehen. Deshalb holen wir das Gemeindeleben zu uns“, sagt Elisabeth Mechelhoff, die Leiterin des Kursana Domizils. Mechelhoff ist Mitglied im Arbeitskreis Integration der Stadt Seelze, der die Ausstellung "Ich bin es" konzipiert hat. Den ganzen Juni wurde die Ausstellung im Seelzer Rathaus gezeigt. Letter ist nach Seelze, Kirchwehren und Lohnde der vierte Stadtteil, in dem die 15 großformatigen Porträts von dem Fotografen Jürgen Baumeister in einem internationalen Fest ausgestellt werden. Kirchwehren hat die Veranstaltung gemeinsam mit Lathwehren und Almhorst organisiert.

Den Besuchern des internationalen Festes wird ein abwechslungsreiches Programm geboten: Der internationale Kinderchor und der Posaunenchor der Kirchengemeinde St. Michael treten auf und an einem vielseitigen Buffet können Spezialitäten aus aller Welt probiert werden. Für die Kinder haben die Letteraner Brettspieler einige Spiele aufgebaut.

„Wir sind so glücklich, hier zu sein“, sagt Osman Nuuh Abdi aus Somalia. Seit etwa einem Jahr lebt er in Letter. Die Menschen seien ihm immer sehr freundlich begegnet. Bei dem Kulturfest haben Abdi und viele andere Geflüchtete die Möglichkeit, ihre neuen Nachbarn kennenzulernen. Die Grundidee des Arbeitskreises ist es, Begegnungen zwischen verschiedenen Kulturen und Generationen zu schaffen und damit zur Integration beizutragen.

Mechelhoff hat schon einige Ideen für weitere Aktionen im Kursana Domizil, bei denen sich Senioren und Geflüchtete begegnen. Beispielsweise könnten Spielnachmittage und ein Koch-Club ausgerichtet werden. Denn Integration funktioniere dann am besten, wenn etwas zusammen unternommen werde.

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Von Rebecca Hürter

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