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Auszählung wirft Fragen auf

Seelze Auszählung wirft Fragen auf

Die von der Verwaltung veröffentlichten Zahlen zur Elternabfrage in Bezug auf die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) haben Fragen aufgeworfen. Viele Eltern wundern sich, wie im Ergebnis die Neinstimmen gewertet werden.

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Regionsserie Seelze. Bürgermeister Detlef Schallhorn vor dem Rathaus in Seelze

Quelle: Insa Catherine Hagemann

Seelze. „Wenn Seelze eine Integrierte Gesamtschule (IGS) einführt, würden wir unser Kind nach Beendigung der Grundschule an dieser IGS anmelden“, so lautete die Formulierung auf dem Fragebogen, den die Stadt im November in den Jahrgängen eins bis drei an den Grundschulen und den Kindertagesstätten verteilt hatte. Ja oder Nein galt es anzukreuzen, und das haben insgesamt auch 675 Eltern getan. Ausgegeben hatte die Stadt allerdings 1201 Fragebögen, was bedeutet, dass fast die Hälfte der Befragten nicht an der Umfrage teilgenommen hat, nämlich 526 Erziehungsberechtigte. Da auf dem Fragebogen vermerkt war, dass jede nicht abgegebene Stimme als Nein gewertet wird, haben sich nach Veröffentlichung der Zahlen viele die Frage gestellt, ob die Weichen denn nun tatsächlich in Richtung IGS gestellt sind, wenn offenbar die Mehrheit der Eltern keine Meinung dazu hat.

„Für uns und die weitere Planung ist entscheidend, dass pro Jahrgang mindestens 96 Eltern mit Ja gestimmt haben“, erklärt Bürgermeister Detlef Schallhorn. Denn 96 Jastimmen seien das Kriterium für die von der Landesschulbehörde geforderte garantierte Vierzügigkeit. Warum so viele Eltern nicht an der Befragung teilgenommen haben, darüber lässt sich nur spekulieren. „Möglicherweise sind das Eltern potenzieller Gymnasiasten oder solche, die klassische Schulformen wie Haupt- und Realschule bevorzugen“, glaubt Schallhorn.

Für die Verwaltung steht nun aufgrund des Ergebnisses der Elternbefragung erst mal die Erstellung einer Zehnjahresprognose auf dem Programm. Um das weitere Vorgehen und Verfahren abzusprechen, soll Ende Januar 2016 der Arbeitskreis Schule zusammenkommen.

Sandra Remmer

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