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BI warnt: Südtrasse ist nicht vom Tisch

Seelze BI warnt: Südtrasse ist nicht vom Tisch

Die Bürgerinitiative (BI) Seelze gegen neue Bahntrassen schlägt Alarm: Eine mögliche Bahntrasse durch Seelzes Süden habe sich nicht erledigt, sondern sei weiter Bestandteil des Bundesverkehrswegeplans 2030. "Der ,Strich durch die Landschaft' lebt - mehr denn je", sagt Mandy von Zobeltitz von der BI.

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Mandy von Zobeltitz von der Bürgerinitiative hält eine Bahntrasse durch das südliche Seelze nach wie vor für möglich.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Nach dem Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 soll die Bahnstrecke Hannover–Minden verbessert werden. Ziel ist unter anderem eine Zeitersparnis von acht Minuten. Neben dem Ausbau der vorhandenen Trasse wurde zu Beginn auch der Bau einer neuen Strecke ins Auge gefasst. Für die Neubauvariante sollte in Letter eine neue zweigleisige Trasse abzweigen, um die vorhandenen Gleise zu entlasten. Diese neue Trasse sollte dann nördlich von Harenberg und Döteberg durch den Bereich Seelze-Süd und weiter zwischen Almhorst und Almhorster Wald in Richtung Barsinghäuser Gebiet verlaufen.Gegen die durch Seelzes Süden führende Variante gab es von Anfang an Protest. Schließlich hieß es, dass eine Neubautrasse durch Seelze-Süd nicht mehr vorgesehen sei. Bürgermeister Detlef Schallhorn hatte im November vergangenen Jahres von einem großen Teilerfolg gesprochen, weil eine Streckenführung im Bereich des Neubaugebietes die Stadtentwicklung für die nächsten 100 Jahre negativ beeinflusst hätte. Allerdings sei Seelze noch nicht aus dem Schneider, weil der Ausbau der vorhandenen Trasse ebenfalls Auswirkungen auf die Stadt hätte, warnte Schallhorn.

Jetzt schlägt die BI Seelze gegen neue Bahntrassen erneut Alarm. "Wer glaubt, der Bau einer neuen Bahntrasse durch den Seelzer Süden habe sich erledigt, muss eine bittere Wahrheit zur Kenntnis nehmen", erklärt Mandy von Zobeltitz. Die Trasse durch Seelzes Süden sei immer noch nicht vom Tisch. Externe Spezialisten hätten nach der Veröffentlichung des Bundesverkehrswegeplans 2030 im April 2016 und dem Beschluss des Bundestages im Dezember 2016 einen Zielfahrplan für 2030 entwickelt. Die einzelnen Zielfahrpläne sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zu finden. Unter der Vorgabe des im Gesetz festgeschriebenen "vordringlichen" Schienenausbaubedarfs und des verkehrspolitischen Oberziels einzuführen, sei anscheinend auch eine Neubaustrecke Letter-Lindhorst fortgeschrieben worden. "Es hat sich also nichts geändert", sagt Mandy von Zobeltitz. Seelze-Süd, Almhorst, Harenberg, Döteberg, Kirchwehren und Lathwehren blieben von den Auswirkungen eines "Schienenverkehrsmonstrums" bedroht.

Die BI Seelze gegen neue Bahntrassen lädt deshalb für Dienstag, 12. September, zu einer außerordentlichen Versammlung in die Gaststätte Rautenberg in Almhorst ein. Von 19.30 Uhr an will die Bürgerinitiative mit betroffenen und interessierten Bürgern über die aktuelle Entwicklung und weitere Schritte diskutieren.

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