Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Bahnexperte wird Buchautor

Seelze Bahnexperte wird Buchautor

Um die Zeit bis zum nächsten Jubiläum des Rangierbahnhofs zu überbrücken, will der bekennende Bahnliebhaber Wolfgang Klee ein voraussichtlich zweibändiges Buch über dessen Geschichte herausbringen. Ein Seelzer unterstützt ihn.

Voriger Artikel
Einbrecher stehlen Geld
Nächster Artikel
Einbrecher sind wieder aktiv

Andreas Schulze steht vor seinem Arbeitsplatz, dem Lokschuppen auf dem Rangierbahnhof.

Quelle: Remmer

Seelze. 2009 hat der Rangierbahnhof seinen hundertsten Geburtstag gefeiert, als Nächstes planen die Eisenbahner ein großes Fest für 2020, wenn der Bahnhof 111 Jahre alt wird. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken und die Geschichte des Bahnhofs in Abschnitten zusammenzutragen, plant Wolfgang Klee aus Hövelhof einen Bildband. Als Herausgeber der Fachzeitschrift „Eisenbahn Geschichte“ und Geschäftsführer eines Verlags für Eisenbahnliteratur ist Klee durchaus vom Fach, hat sich zur Unterstützung in Seelze aber Andreas Schulze ins Boot geholt. Für den Text auch mitverantwortlich zeigen wird sich Leine-Zeitung Mitarbeiter Wolfgang Rogl, der seinen Schwerpunkt ebenfalls auf die Berichterstattung der Bahn gelegt hat.

Schulze kennt den Rangierbahnhof wie seine Westentasche. Seit 1979 arbeitet er als Lokschrauber bei der Bahn, seit 1982 in Seelze. „Ich kümmere mich um die Instandhaltung und Wartung der Lokomotiven“, erzählt der gelernte Schlosser. Etwa alle 6000 Kilometer muss eine Lok gewartet werden und kommt dafür zu Schulze in den Lokschuppen. Und bei den Strecken, die ein Güterzug zurücklegt, kommen diese Kilometer schnell zusammen. Eine der wichtigsten Fragen, die es zu klären gilt, lautet: Ist das Material in Ordnung und läuft alles rund? „Jedes Rad trägt etwa 20 Tonnen Last auf den Gleisen“, erklärt Schulze, der zudem auch für die zerstörungsfreie Materialprüfung mittels Ultraschall oder Magnetprüfung zuständig ist. Etwa 1,3 Millionen Euro muss die Deutsche Bahn für die Anschaffung einer solchen Lokomotive aufbringen, die nach gut 20 Jahren abgeschrieben ist.

„Für das Buch liefere ich Geschichten und Anekdoten aus den vergangenen 100 Jahren“, sagt Schulze. Und er kann dabei auch auf ein Bildarchiv zurückgreifen, das er seit mehr als 30 Jahren pflegt. Darunter finden sich auch Luftaufnahmen aus dem Jahr 1946, die von den Engländern aufgenommen wurden und den völlig zerstörten und zerbombten Zustand der Eisenbahnanlage zeigen.

Viele ehemalige Kollegen und einstige Mitarbeiter unterstützen ihn dabei, Erlebnisse aus der Vergangenheit wieder ins Gedächtnis zu rufen. Wann und in welcher Form genau das Buch fertig sein soll, steht im Moment noch nicht fest. „Wir sind gerade dabei, uns zu finden und ein Konzept auszuarbeiten“, verrät Schulze.

Von Sandra Remmer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sms57artkw1m1ujcerv
Adventswochenende klingt musikalisch aus

Fotostrecke Seelze: Adventswochenende klingt musikalisch aus