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Bau verzögert sich erneut

Lohnde Bau verzögert sich erneut

Der Bau des geplanten Mineralstoffhandels an der Hafenstraße in Lohnde verzögert sich ein weiteres Mal. Die bei der Stadt eingereichten Unterlagen der Hafen Seelze GmbH sind unvollständig.

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Noch tut sich nichts auf dem Gelände des geplanten Mineralstoffhandels.

Quelle: Remmer

Seelze. Westlich der Hafenstraße in Lohnde will das Unternehmen auf einer Fläche zwischen Bahnlinie und Mittellandkanal einen Umschlagplatz für Schüttgüter und Baustoffe sowie einen Liegeplatz für ein Schiff einrichten. Bei den durch die Hafen Seelze GmbH verarbeiteten Stoffen ginge es im Wesentlichen um Recycling und die Wiederverwertung von Wertstoffen, etwa von Abfällen aus der Boden-, Erde- und Steine-Industrie, sagte Stadtsprecherin Martina Krapp.

Das sogenannte Sternverfahren, bei dem alle beteiligten Behörden und die Stadt die beim Gewerbeaufsichstamt eingereichten Unterlagen auf ihre Vollständigkeit geprüft haben, ist seit Mittwoch beendet. „Wir gehen davon aus, das noch einzelne Teile nachgebessert werden müssen“, sagte Krapp. Dies sei bei der Fülle von Informationen, Daten und Plänen aber nicht ungewöhnlich. Sobald die kompletten Unterlagen zur Verfügung stünden, werde das öffentliche Beteiligungsverfahren begonnen. Dann würden alle Unterlagen, die für die emissionschutzrechtliche Genehmigung des Gewerbeaufsichtsamts erforderlich sind, sowohl im Seelzer Rathaus als auch beim Gewerbeaufsichtsamt zur Einsicht zur Verfügung stehen. Ab dann können Bürger auch Argumente gegen den geplanten Bau des Mineralstoffhandels vortragen. Immer wieder war es in der Vergangenheit zu Verzögerungen gekommen. Auch die Zwischenfrist für den ersten Bauabschnitt, bei dem eine Zufahrtsrampe gebaut wurde, wurde nicht eingehalten. Diese war jedoch einer dort verlaufenden Wasserleitung, die besonders geschützt werden musste, geschuldet. Für alle weiteren Bauabschnitte hat das Unternehmen 18 Monate Zeit.

Diese Frist beginnt allerdings erst dann, wenn alle Unterlagen komplett eingereicht sind. Damit ist die gesetzte Frist für einen Bau bis zum 19. August 2016 nichtig. Dies sei für die Stadt ebenso ein Ärgernis wie für die Bürger, sagte Bürgermeister Detlef Schallhorn.

Lohnder hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach gegen den Mineralstoffhandel protestiert. Die Anwohner fürchten unter anderem eine Zunahme des Schwerlastverkehrs sowie eine Gefährdung durch den Austritt giftiger Substanzen.

von Sandra Remmer

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