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Erhalt des Gebäudes fließt in Bewertung ein

Seelze Erhalt des Gebäudes fließt in Bewertung ein

Der Rat der Stadt Seelze hat die Kriterien für das Bieterverfahren zum bedingungslosen Verkauf des Alten Rathauses in Letter geändert. Jetzt soll in der Bewertungsmatrix mit zehn Prozentpunkten auch der Erhalt des Gebäudes berücksichtigt werden. Dafür werden die Außenanlagen statt mit 25 mit 15 Prozent bewertet.

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Der Verkauf des Alten Rathaus ist beschlossene Sache, im Vordergrund sind die Palettengärten zu sehen.

Quelle: Benjamin Behrens

Letter. Der Verkauf des Alten Rathauses, um dessen Zukunft seit Jahren diskutiert wird, ist Teil des Konsolidierungskonzeptes der Stadt. Das Gebäude gilt als sanierungsbedürftig. Dafür liegt das knapp 4500 Quadratmeter große Grundstück am Bürgermeister-Röber-Platz im Herzen Letters. In der Einwohnerfragestunde des Rates kritisierte Petra Scholl, Vorsitzende des Letter-fit-Vereins, das Prozedere. "Wann will die Stadt mit den Vereinen sprechen", fragte sie. So sei derzeit unklar, wo künftig Palettengarten und offener Bücherschrank platziert werden könnten - beides Aktionen des Letter-fit-Vereins. Scholl rügte auch, dass die Grünfläche vor dem Alten Rathaus als Teil des Grundstücks ebenfalls zum Verkauf steht. Sie bezweifelte zudem, dass die Stadt mit der Anmietung neuer Räume für die bislang im Alten Rathaus untergebrachte Volkshochschule (VHS) finanziell besser fahre.

Die Kritik ließ Bürgermeister Detlef Schallhorn nicht gelten. Es habe durchaus Gespräche mit Letters Vereinen gegeben, denen noch weitere folgen würden. Falls der neue Eigentümer der Fläche die Palettengärten entfernen lassen wolle, dann sei das so. "Für den offenen Bücherschrank werden wir sicher eine Lösung finden, vielleicht kann er ja auch stehen bleiben." Der Idee, einen Teil des Grundstücks zu behalten, erteilte Schallhorn eine Absage. Die Stadt wolle einen möglichst hohen Erlös erzielen, da mache es keinen Sinn, einen Teil der Fläche herauszunehmen.

Was konkret mit dem Alten Rathaus und dem Grundstück passieren werde, könne erst nach Abschluss des Bieterverfahrens gesagt werden. Zu den Kriterien gehören unter anderem das Mindestgebot (30 Prozent) ebenso wie die Marktfähigkeit des Konzepts (10 Prozent) sowie die Art der geplanten Wohneinheiten (25 Prozent), die Aufenthaltsqualität der Außenanlagen (15 Prozent), verkehrliche Erschließung und Klimaschutz (je 5 Prozent). Mit großer Mehrheit stimmte der Rat dafür, den Erhalt des Gebäudes mit 10 Prozent in die Bewertungsmatrix aufzunehmen. "Einziges K.O.-Kriterium ist das Unterbieten des Mindestpreises", sagte Schallhorn. Dieser wird nach dem amtlichen Bodenrichtwert ermittelt.

Letters Ortsbürgermeister Rolf Hackbarth (SPD), der auch Mitglied des Rates ist, setzt sich für den Erhalt des Gebäudes ein und lobte die Änderung der Bewertungskriterien. Er kritisierte aber, dass der Ortsbürgermeister von Letter nicht automatisch Mitglied der Jury zum Alten Rathaus sei.

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