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Beim Böllern ist Vorsicht geboten

Beim Böllern ist Vorsicht geboten

Das neue Jahr wird mit viel Böllerei allerorts lautstark empfangen. Beachtet werden sollte dabei allerdings, dass Raketen und Knaller nicht überall gezündet werden dürfen. Auch auf Tier sollte Rücksicht genommen werden.

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Während Florentine (8) sich auf Knallbonbons und Kinderfeuerwerk freut, bleibt Lilly lieber in den sicheren vier Wänden.

Quelle: Sandra Remmer

Seelze. Für viele Menschen ist das Feuerwerk zu Silvester der Höhepunkt des letzten Tages im Jahr. Um gefährliche Situationen nach Möglichkeit zu vermeiden, bittet die Stadt darum, beim Abbrennen von Feuerwerk darauf zu achten, dass bestimmte Schutzabstände eingehalten werden. Diese gesetzlich vorgeschriebenen Abstände liegen beim Abbrennen zwischen 20 Metern bei Bodenfeuerwerken bis hin zu 200 Metern bei Raketen. Sie gelten für Kirchen, Kinder- und Altenheime, Fachwerkhäuser und Krankenhäuser. „Damit niemand gefährdet wird, bitten wir darum, beim Zünden von Feuerwerk Rücksicht aufeinander zu nehmen“, sagt Antje Spenner vom Ordnungsamt.

Besondere Vorsicht sollte auch bei Kindern, die Feuerwerk zünden, walten. Selbst als altersgerecht gekennzeichnetes Feuerwerk ist nicht ganz ungefährlich. Jedes Jahr erleiden in Deutschland etwa 200 Kinder Verbrennungen, Augenverletzungen und Hörschädigungen durch Feuerwerk.

Erhöhte Alarmbereitschaft gilt zum Jahreswechsel auch auf der Rettungswache des Arbeitersamariterbunds (ASB) im Gewerbegebiet Seelze-Süd. „Verletzungen an den Händen und Verbrennungen kommen immer wieder vor“, berichtet Peter Maidorn vom ASB. Auch das Menschen ganze Gliedmaßen verlieren, geschehe - wenngleich das eher eine Ausnahme sei. Wichtig sei, in jedem Fall die Sicherheitshinweise auf den Verpackungen zu beachten und Böller, die mit einer Altersfreigabe von 18 Jahren gekennzeichnet sind, nicht an Zwölfjährige abzugeben.

Achtsam sein müssen auch Haustierbesitzer. Für die meisten Hunde und Katzen bedeutet die Knallerei Stress und Angst. „Für Extremfälle, die völlig ausflippen, gibt es die Möglichkeit der Sedierung“, sagt Tierarzt Georg Maier. Derartige Beruhigungsmedikamente seien aber nicht frei verkäuflich und sollten nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt verabreicht werden. Wichtig sei, das Hunde und Katzen in der Wohnung einen Platz zum Verkriechen haben. Zudem sollten Katzen wenn möglich am Abend nicht mehr draußen herumlaufen. Auch Tiere, die Freigang gewohnt sind, sollten zu ihrer eigenen Sicherheit den Silvesterabend im Haus verbringen. Aufatmen können Mensch und Tier ab dem 2. Januar - dann ist das Böllern wieder verboten.

Von Sandra Remmer

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