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Ellerbrock legt Buch über Dortmund-Ems-Kanal vor

Seelze Ellerbrock legt Buch über Dortmund-Ems-Kanal vor

Bernd Ellerbrock, Autor und Fotograf aus Velber, hat sein neues Buch "Der Dortmund-Ems-Kanal - 265 Kilometer Wasserstraße von A bis Z" vorgelegt. Auf 276 Seiten wird der Kanal in 85 Stichworten, Tabellen und Chroniken sowie zahlreichen Fotos vorgestellt. Als Besonderheit gibt es zudem eine Präsentation mit Ansichtskarten "Grüße vom Kanal".

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Bernd Ellerbrock begutachtet sein neues Werk in der Buchbinderei.

Quelle: privat

Velber. Im vergangenen Jahr hatte Ellerbrock bereits "Der Mittellandkanal - 325 Kilometer Wasserstraße von A bis Z" veröffentlicht, dessen Startauflage von 2150 Exemplaren binnen acht Monaten verkauft wurde. Der "Folgeband" über den Dortmund-Ems-Kanal widmet sich im gleichen Format und der gleichen reich bebilderten Ausstattung dem verkehrsreichen "Mittelstück" im Netz der Wasserstraßen zwischen Rhein und Elbe, das als "Rückgrat" des nordwestdeutschen Kanalsystems gilt. Mit seinen beiden Büchern hat Ellerbrock eine Lücke geschlossen. "Zwar haben vor 25 bis 30 Jahren sechs Autoren des Wasser- und Schifffahrtsamtes ein Buch über Kanalbau in Deutschland geschrieben, es gibt aber nichts populärwissenschaftliches." Er habe sich bemüht, einen Blick auf alle Aspekte zu haben - wenn auch mit dem Mut zur Lücke. Denn das Thema sei schlicht extrem umfangreich. Um Fehler zu vermeiden, habe er einige Texte auch Fachleuten zum Gegenlesen vorgelegt. Neu sein ein Innenteil mit historischen Postkarten. "Als der Kanal gebaut wurde, hatten Ansichtskarten gerade Hochsaison." Bei der Suche hätten ihm Sammler und Heimatforscher geholfen. Diese Zusammenarbeit habe ihm Spaß gemacht. "90 Prozent der Leute sind ausgesprochen hilfsbereit und freuen sich, helfen zu können." Gleichzeitig sei sein Respekt vor dem Fachwissen der Freunde regionaler Geschichte und Sammlern gestiegen, die super informiert seien.

"Was jetzt noch fehlt, ist als dritter Band ein Buch über das märkische und Berliner Wasserstraßennetz", sagt der Velberaner. Davon nehme er aber erst einmal Abstand: Denn Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalschutz in Brandenburg würden sich gerade mit einer Veröffentlichung über die Wasserwege zwischen Oder und Spree beschäftigen. "Dies warte ich ab und entscheide dann, ob es noch einen dritten Band von mir dazu gibt oder nicht." Als nächstes Projekt wolle er sich deshalb mit einem regionalen Thema beschäftigen, sagt Ellerbrock. 

"Der Dortmund-Ems-Kanal" geht mit einer Auflage von 2000 Exemplaren an den Start. Für Ellerbrock ist es spannend, ob das Buch an den Erfolg seiner Arbeit über den Mittellandkanal anknüpfen kann. Im vergangenen Jahr konnten binnen acht Monaten alle 2150 Exemplare verkauft werden. Mit der zweiten Auflage seien insgesamt 3500 Bücher gedruckt worden, von denen knapp 3000 verkauft seien.

Spannend sei auch die Zukunft der Wasserstraßen, die noch Kapazitäten hätten. "Die Frage ist aber: Welche Güter sollen es denn sein?" Die früheren Massen von Kohle und Erz würde heute nicht mehr durch Deutschland transportiert. Futtermittel, Getreide, Schrott und Holzspäne würden keinen ausreichenden Ersatz bieten. Denkbar wäre aber, vermehrt  Tankschiffe auf den Kanälen einzusetzen. Denn: "Die Binnenschifffahrt ist deutlich ungefährlicher als Transporte mit Lastwagen oder der Bahn."

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