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Betrieb im Wandel: Aus Viehhandel wird Partyservice

Gümmer Betrieb im Wandel: Aus Viehhandel wird Partyservice

Der Partyservice von Iris Krystmanski ist auf Erfolgskurs. „Seit vier Jahren öffnen wir an den Weihnachtsfeiertagen“, sagt die Inhaberin. Die Nachfrage sei ständig gestiegen.

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Dietmar (von links), Iris und Wolfgang Krystmanski und Ramona Reinke vor dem Partyservice.

Quelle: Thomas Tschörner

Gümmer. Im vergangenen hat der Familienbetrieb in Gümmer insgesamt 93 Kunden gezählt (Vorjahr: 75). Erschwerend kam ein einstündiger Stromausfall während der Festtage hinzu: Das Braten der Gänse, Gänsebrüste und -keulen konnte so nur mit Verspätung begonnen werden. „Wir haben es trotzdem geschafft“, sagt Krystmanski. Insgesamt seien am ersten Weihnachtstag neun Leute im Einsatz gewesen.

Doch dies seien Hochzeiten. Der Partyservice macht zwar keine Ferien und steht 365 Tage im Jahr zur Verfügung, das Geschäft läuft aber besonders gut an Wochenenden. „Da ist einfach mehr los.“ Nicht zuletzt, weil die zahlreichen Privatkunden eben hauptsächlich in ihrer Freizeit feiern könnten.

Iris Krystmanski führt den Partyservice seit 2002 - in dritter Generation. Angefangen hatte ihr aus Schlesien stammender Großvater Alfred, der 1951 nach Gümmer kam, mit einem Viehhandel. Ab 1960 wurde auch geschlachtet. Zunächst noch ohne Ladengeschäft. „Wir haben klein angefangen“, sagt die Enkelin. Ihr Vater Dietmar, der in Letter bei Franz Jende das Schlachterhandwerk erlernte, baute dann 1969 das Haus und 1972 den Laden. Iris Krystmanski stieg nicht gleich in den Familienbetrieb ein. Sie lernte zunächst Industriekauffrau bei Riedel de Haen (heute Honeywell) und studierte anschließend BWL. Während des Studiums half die Diplomkauffrau immer wieder beim Partyservice sowie beim wöchentlichen Verkauf aus.

Als ihr Vater 2002 in den Ruhestand ging, übernahm sie das Unternehmen und wandelte es in den Partyservice um. Die neue Chefin blieb den Wurzeln der Familie zunächst treu. „Bis vor fünf Jahren gab es bei uns ausschließlich Braten und Beilagen“, sagt Iris Krystmanski. Erst dann seien andere Angebote wie Schnittchen und Büfetts eingeführt worden. Der Erfolg blieb nicht aus. Zum Glück habe der Partyservice immer mehr zu tun. „Seitdem benötige ich natürlich auch immer mehr Personal.“ Neben ihrem Mann Wolfgang und ihr selbst arbeitet Ramona Reinke fest mit. Auch ihr Vater hilft noch hin und wieder aus. Dazu kommen diverse Kräfte auf 450-Euro-Basis. Krystmanski ist verblüfft, dass viele Menschen den Betrieb immer noch als reine Fleischerei sehen, in der es nur Braten und Würstchen gibt. Dennoch ist ihr Einzugsgebiet gewachsen und reicht vom Steinhuder Meer bis Hannover, freut sich die Gümmeranerin.

Von Thomas Tschörner

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