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Flüchtlings-Quote bis Ende Juli verlängert

Seelze Flüchtlings-Quote bis Ende Juli verlängert

Die Region Hannover hat die Quote bis zum 31. Juli verlängert, nach der Seelze 381 Flüchtlinge aufnehmen muss. Ursprünglich war diese Zahl bereits für das erste Quartal angekündigt worden. "Das gibt uns die Möglichkeit, weitere Unterkünfte herzurichten", sagte Stadtsprecherin Andrea Kaemmerer.

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Der geringere Zustrom an Flüchtlingen verschafft der Stadtverwaltung im Rathaus etwas Luft.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. In diesem Jahr hat die Stadt bereits 238 Migranten aufgenommen. "Allerdings erfolgen die Zuweisungen derzeit aufgrund des geringen Flüchtlingszustroms auf niedrigerem Niveau", sagt Martina Krapp, Leiterin der Abteilung für soziale Betreuung. Durchschnittlich kämen zurzeit 10 bis 15 Flüchtlinge pro Woche in die Obentrautstadt. Allerdings bleibe die politische Entwicklung bezüglich der Zuwanderung abzuwarten. Deshalb habe die Stadt die Prognose von 1000 unterzubringenden Flüchtlingen im Jahr 2016  noch nicht angepasst.

In Spitzenzeiten waren bis zu 30 Asylsuchende in der Woche nach Seelze gekommen. Die Stadtverwaltung hatte deshalb noch im Februar nicht ausgeschlossen, dass Turnhallen zur Unterbringung der Menschen genutzt werden müssten. Im März hatte Bürgermeister Detlef Schallhorn sich angesichts des geringeren Zustroms zuversichtlich gezeigt, zumindest bis zum Sommer auf die Belegung von Sporthallen verzichten zu können.

Mit der Verlängerung der Quote von 381 aufzunehmenden Flüchtlingen auf den 31. Juli hat die Stadt etwas Luft. Die Zeit solle genutzt werden, um weitere Unterkünfte herzurichten, sagte Stadtsprecherin Andrea Kaemmerer.

Die Stadt favorisiert eine dezentrale Unterbringung: Bislang greift die Verwaltung auf mehr als 80 angemietete Wohnungen in der Kernstadt, Letter und den südlichen Stadtteilen zurück und ist damit größter Wohnungsnehmer der Stadt. Zusätzlich zu den ebenfalls genutzten Obdachlosenunterkünften hat die Stadt 16 mobile Wohneinheiten angemietet. Weitere Räume bietet der umgebaute ehemalige Getränkemarkt in Lohnde. Eine neue Flüchtlingsunterkunft baut ein Investor an der Uferstraße in Letter, die Platz für etwa 25 Menschen bieten soll.

Von Thomas Tschörner

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